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Berliner Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit

Symposium 2007

Datenschutz beim digitalen Fernsehen

Privacy in Digital Television

Symposium des Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit anlässlich der Internationalen Funkausstellung Berlin 2007

Berlin, 3. September 2007

Bei der bis vor einigen Jahren üblichen analogen Ausstrahlung von Fernsehsignalen konnte nicht nachvollzogen werden, wer wann welche Sendungen sieht. Die analoge Übertragung wird jedoch in absehbarer Zeit der Vergangenheit angehören. Bald werden die gegenwärtig dafür reservierten Frequenzen nicht mehr zur Verfügung stehen. Die neue digitalisierte Infrastruktur könnte erstmals eine Registrierung des individuellen Mediennutzungsverhaltens ermöglichen. Auch die zunehmende Individualisierung von Angeboten (etwa Spartenkanälen, video on demand oder pay per view) und die Nutzung neuer Vertriebswege (z.B. Internet, Handy-TV) könnten diesen Trend weiter verstärken. Welche Risiken sind damit verbunden? Gefährdet diese Entwicklung zukünftig die Möglichkeit zur anonymen Nutzung von Fernsehprogrammen und damit das Grundrecht auf Meinungs- und Informationsfreiheit? Welche Lösungen bieten sich? Wie berücksichtigen Rundfunkveranstalter, Plattformbetreiber und Hersteller den Schutz der Privatsphäre der Nutzer bei der Gestaltung von digitalen Angeboten? Gibt es Unterschiede zwischen den verschiedenen Technologien, die zur Übertragung digitalen Rundfunks genutzt werden? Reicht der vorhandene Regulierungsrahmen aus, um einen wirksamen Schutz der Privatsphäre der Nutzer zu gewährleisten? Diese und weitere Fragen werden wir auf dem Symposium „Datenschutz beim digitalen Fernsehen“ mit internationalen Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung diskutieren. Das öffentliche Symposium des Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit wendet sich an interessierte Bürger, Vertreter von Industrie und Verwaltung, Diensteanbieter sowie Fachjournalisten.


Until a few years ago, with analogue transmission of television signals, it remained unknown who watches which programmes. Analogue broadcasting will however cease to exist in the near future. Soon the analogue frequencies reserved for this purpose will not be available any longer. The new digitalised infrastructure for television broadcasting could for the first time allow for recording the individual use of media. This trend could be intensified through the increasing personalisation of services (e.g. speciality channels, video on demand or pay per view) and the use of additional delivery channels (Internet, Mobile TV). Which risks does this development entail? Will it endanger anonymous media consumption in the future, thereby encroaching upon freedom of expression and information? What are the possible solutions? How do providers of broadcasting services, platform providers and equipment manufacturers take the protection of the privacy of their users into account when designing digital services? Are there differences between the various technologies used for digital broadcasting? Does the current regulatory framework sufficiently guarantee effective privacy protection? We will discuss these and other questions at the Symposium “Privacy in Digital Television” with international experts in science, business and public administration. The public Symposium, hosted by the Berlin Commissioner for Data Protection and Freedom of Information, addresses representatives from industry and public administration, services providers and specialised journalists as well as the general public.


Den genauen Ablauf der Veranstaltung entnehmen Sie bitte dem Programm-Flyer zum Symposium 2007.pdfPdf. Die Presseerklärung zur Veranstaltung finden Sie hier.

Die Vorträge haben wir – soweit verfügbar – für Sie dokumentiert: