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Berliner Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit

Vorratsdatenfreie Kontaktmöglichkeit


Der Verein German Privacy Foundation e.V.Externer-link betreibt den Internet-Dienst “PrivacyBox.de”, der es Journalisten ermöglicht, Informanten eine anonyme Kontaktmöglichkeit zur Verfügung zu stellen.

Als Empfänger (Journalist) legt man sich unter einem Pseudonym auf PrivacyBox.deExterner-link einen (Nachrichten-)Account an. Nachrichten an das Pseudonym werden entweder mit einem normalen E-Mail-Programm von PrivacyBox.de abgerufen oder direkt an eine gewählte E-Mail-Adresse weiterleitet.

Nachrichten senden ist recht einfach: Für jedes Pseudonym erstellt PrivacyBox ein Webformular, dessen Link beispielsweise in der jeweiligen Zeitung/dem Magazin veröffentlicht werden könnte. Voreinstellung ist, dass mit dem Webformular übersendeten Daten sofort mit einem vom Empfänger hinterlegten öffentlichen PGP- oder S/MIME-Schlüssel verschlüsselt werden.

Anonymität wird dadurch gewährleistet, dass
  • keine (Kontakt-)Daten des Absenders erhoben werden.
  • Die Inhalte der Nachrichten nur verschlüsselt gespeichert bzw. weitergeleitet werden.
  • Bis Ende 2008 keine Protokollierung der Kommunikationsvorgänge (IP-Adresse, Pseudonym) erfolgt.
  • Die Nutzung von Anonymisierungsdiensten aktiv unterstützt wird, durch Hinweise auf einschlägige Angebote wie TORExterner-link oder JAPExterner-link.

Anonymisierungsdienste leiten die Anfragen über eine Kette von Zwischenstationen um und verschlüsseln die Daten.

Die Nutzung von Anonymisierungsdiensten ist entscheidend für eine Vorratsdatenspeicherungsfreie und unbeobachtbare Nutzung von PrivacyBox, da deren Anbieter ab 1.1.2009 voraussichtlich zur Protokollierung der Kommunikationsbeziehungen verpflichtet ist (Vorratsdatenspeicherung).

Auf PrivacyBox.deExterner-link und auf den Seiten der German Privacy FoundationExterner-link erhalten Sie Unterstützung bei der Nutzung von Anonymisierungsdiensten.

14.11.2008