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Berliner Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit

Das Internet vergisst nichts!


Grundsätzlich besteht bei Informationen, die in das Internet eingestellt werden, das Problem, dass sie unkontrolliert kopiert und in andere unbestimmbare Zusammenhänge gebracht werden können.

Mit einfachen Mitteln können regelmäßige Chroniken über die Änderungen in den Informationen (Webangebote wie www.archive.orgExterner-link tun dies seit Jahren für normale Webseiten) und damit zur Aktualisierung des Datenbestandes erstellt werden. Die Identifizierbarkeit der Betroffenen wird dadurch erleichtert, dass sie oftmals selbst ohne Bedenken ihren vollständigen Namen angeben. Eine Trennung von Beruf und Privatleben oder auch ein “Vergessen” von Jugendsünden ist im Internet nur dann erfolgreich durchzusetzen, wenn für jede Rolle, mit der man im Internet auftritt, ein Pseudonym genutzt wird, das nur wenige Eingeweihte mit der wirklichen Identität des Betroffenen verknüpfen können. Diese Grundregel sollte auch bei der Nutzung von sozialen Netzen beachtet werden, da ansonsten für den Nutzer keine wirkliche Kontrolle darüber besteht, wer das von ihm eingestellte Profil zur Kenntnis nehmen kann und wer damit Informationen über seine Person erhält, die vielleicht doch nicht für alle zugänglich gemacht werden sollten.

17.02.2009