Presseübersicht

Ausgabe vom 9. April 2010
09.04.2010INTERNATIONAL
“Das Enthüllungsnetzwerk / Wie die Webseite Wikileaks immer wieder brisante Geheimdokumente in Umlauf bringt
...Der Clou dabei ist: Wikileaks garantiert für die Anonymität der Zuträger, der ‘Whistleblower’, die sich sonst durch die oftmals eigentlich verbotene Weitergabe von Regierungsdokumenten oder Firmeninterna einem hohen Risiko aussetzen würden. Für diesen unbedingten Quellenschutz bekommt Wikileaks auch immer wieder Kritik, denn die Quelle eines Dokumentes belegt oftmals gerade dessen Echtheit. Doch Wikileaks veröffentlicht auch entlarvte Fälschungen, um diese zu entschärfen. ...” BerlZtg 9.4.10 S. 30
*“Das Passwort bleibt in der Familie / Ein 16-jähriger Amerikaner klagt gegen seine Mutter, weil die ihn auf Facebook öffentlich bloßstellte
...Sie nutzte kurzerhand dessen Facebook-Seite, um ihren eigenen Jungen öffentlich zu beleidigen. Das Passwort soll die Dame ihrem Sohn angeblich nicht nur geklaut, sondern nebenbei auch noch geändert haben, so dass nur noch sie allein Zugriff auf dessen Profil hatte… Die Unbeholfenheit, mit der viele ältere Nutzer in den sozialen Netzwerken agieren, sorgt im Netz für viel Hohn und Spott. So zum Beispiel auf der Webseite myparentsjoinedfacebook.com: Sie macht ihrem Motto ‘Scheiße, meine Eltern sind auf Facebook’ alle Ehre, indem sie peinliche Dialoge zwischen Kindern und Eltern veröffentlicht. ...” SZ 9.4.10 S. 9
*DEUTSCHLAND
“Facebook-Warnung
Wegen der Datenschutzprobleme rät der Bundesverband der Verbraucherzentralen derzeit von der Nutzung von Facebook ab. Vorstand Gerd Billen: ‘Momentan können wir den Nutzern nur raten, den geplanten Änderungen zu widersprechen und sich gemeinsam mit ihren Freunden einen neuen Anbieter zu suchen.’ ...” BZ 9.4.10 S. 38
“Ministerin Aigner sucht direkte Konfrontation mit Facebook
...Aigner hatte Facebook – mit 400 Millionen Kunden weltweit größte soziale Plattform – vorgeworfen, den gesetzlichen Datenschutz zu missachten. Der Plan, Daten seiner acht Millionen Kunden in Deutschland ohne deren Einwilligung anderen Firmen zur Verfügung zu stellen, verstoße gegen das Telemediengesetz. ...[dpa]” Welt 9.4.10 S. 9
*“Rechtsextreme werben im Netz Jugendliche an / NPD versucht, Facebook und StudiVZ zu unterwandern
...VZ-Sprecher Dirk Hensen erklärte, in einem Netzwerk mit 16 Millionen Nutzern können ‘niemand alles’ kontrollieren. ‘Wir setzen auf eine Kombination aus klaren Regeln, Projekten gegen Rechtsextremismus und gehen jedem Nutzer-Hinweis sofort nach.’ Sobald ein rechtsextremes Profil entdeckt wird, werde dies überprüft und sofort gelöscht. [epd]” BerlZtg 9.4.10 S. 5
*“Organisationen kritisieren Lammert
Mehrere Anti-Korruptions-Organisationen haben die Entscheidung von Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) kritisiert, das umstrittene Parteiensponsoring bei der CDU zu billigen. Der Vorgang zeige, dass die Kontrolle der Parteifinanzen beim Bundestagspräsidenten nicht gut aufgehoben sei, erklärten die Organisationen LobbyControl, Mehr Demokratie, Campact und Transparency International gestern. ...[afp]” taz 9.4.10 S. 6
“Lammert will Parteispenden-Aufsicht abgeben / Bundestagspräsident spricht sich für neue Regeln aus / Bündnis fordert schärferes Gesetz
...Den will ein Bündnis von vier Nichtregierungsvereinen den Bundestagsfraktionen am 21. April mit der Überreichung einer Liste von 20 000 Unterschriften deutlich machen. Die Forderungen klingen moderat: So sollen für das Sponsoring von Parteien die gleichen Veröffentlichungspflichten gelten wie für Spenden. Die Zuwendungen sollen auf 50 000 Euro im Jahr begrenzt werden und ein ‘unabhängiges Gremium’ soll die Einhaltung überprüfen. ...” FR 9.4.10 S. 6
*“Illegale Daten
Nach Recherchen des Magazins ‘Computerbild’ werden beim Spielen mit PC, Playstation 3 und Xbox 360 per Internet Kundendaten an die Spielehersteller geschickt – selbst, wenn gar nicht online gespielt wird.” BZ 9.4.10 S. 38
*“Auslaufmodell Babyklappe / Union will anonyme Kindesabgabe zehn Jahre nach deren Einführung durch Möglichkeiten zur vertraulichen Geburt ersetzen
...Dabei geben Gebärende das Kind in andere Hände und bleiben gegenüber dem Standesamt vorläufig anonym. Sie müssen aber ihre Personalien vertraulich hinterlegen – damit das Kind später seine Herkunft erfahren kann. ...” Welt 9.4.10 S. 2


