Presseübersicht

Ausgabe vom 7. Juni 2010
07.06.2010INTERNATIONAL
“Google verärgert Australier
Nach dem Skandal in Deutschland hat der US-Internetkonzern Google auch in Australien Ärger wegen Datenschutzverletzungen durch seinen Straßenfoto-Dienst Street View. Die australische Regierung ordnete eine Polizeiuntersuchung wegen mutmaßlicher Verletzung der Privatsphäre an, wie Generalstaatsanwalt Robert McClelland mitteilte. [AFP]” SZ 7.6.10 S. 20
“Jetzt gibt es auch Ärger in Australien
...Kommunikationsminister Stephen Conroy hatte Google vergangenen Monat vorgeworfen, den ‘größten einzelnen Verstoß in der Geschichte der Privatsphäre’ begangen zu haben, indem es während der Aufnahme von Fotos für Street View Daten von Nutzern drahtloser Computernetzwerke gesammelt habe. Google erklärte, die Daten versehentlich gesammelt zu haben. [AFP]” Tsp 7.6.10 S. 17
*“Bangladesch / Facebook-Sperre aufgehoben
...Die Website des US-Konzerns sei wieder frei zugänglich, sagte der Vizechef der zuständigen Aufsichtsbehörde BTRC, Hasan Mahmud Delwar, gestern. Die Behörde hatte Facebook vor einer Woche gesperrt, weil die Website mit dem Zeigen von Mohammed-Karikaturen und weiterer Satire ‘die religiösen Gefühle der muslimischen Bevölkerung im Land verletzt’ habe. [afp]” taz 7.6.10 S. 10
*EUROPA
“Behörden kontrollieren Hauptwohnsitz von EU-Rentnern strenger
...Wie der ‘Focus’ unter Berufung auf die aktuelle EU-Verordnung 987/2009 berichtet, sollen die EU-Mitgliedstaaten seit Mai den Wohnort der EU-Ausländer genauer prüfen und an die Sozialkassen melden. Dafür könnten jetzt etwa spanische und deutsche Meldebehörden oder Grundbuchämter leichter ihre Daten abgleichen und die Sozialversicherungen informieren. ...[ddp]” Welt 7.6.10 S. 10
*DEUTSCHLAND
“Ernüchternde Auskunft / Schufa & Co. verbreiten oftmals nur lücken- und fehlerhafte Daten / Kredit kann in weite Ferne rücken
...’Am häufigsten fehlten Daten’, moniert Finanztest. ‘Girokonten, Kreditkarten, Handyverträge oder laufende Kredite. Manchmal waren auch noch Kreditkarten gespeichert, die der Kunde längst gekündigt hatte.’ ...” FR 7.6.10 S. 14
*”’Das ist unterschichtenfähig’ / ...Wer im Netz die Beachtung von Normen einfordert, wird angepöbelt, sagt Nordrhein-Westfalens oberster Medienkontrolleur Norbert Schneider. Dabei könne auch eine moderne Gesellschaft nicht ohne Regeln existieren [Interview]
...Was fordern Sie denn? Man muss mit den Veranstaltern von Facebook, StudiVZ und so weiter wie mit den Sendern in der alten, analogen Welt Grundverabredungen treffen. Man muss das Entstehen oder Nichtentstehen von etwas – hier also persönlichen Datensammlungen – thematisieren und nicht den Verlauf à la ‘Da ist schon wieder jemand bei StudiVZ eingestiegen und hat Daten geklaut, obwohl die Alarmanlage eingeschaltet war’. Das muss allerdings die Politik erledigten – Goodwill reicht hier nicht, wir brauchen gesetzliche Vorgaben. ...” taz 7.6.10 S. 13
*“Lange Leitung / Datenspeicher im Internet machen eigene Daten weltweit verfügbar / Doch es gibt auch Fallstricke
...Christian Louis, Diplom-Informatiker mit Spezialgebiet IT-Sicherheit, schätzt die Dienste als sehr zuverlässig ein. ...Der Nutzer hat jedoch keine Kontrolle darüber, wo und wie seine Daten gespeichert werden. Es stellt sich auch die Frage, wer möglicherweise ungefragt auf die Daten zugreifen kann. ...” SZ 7.6.10 S. 36
*LÄNDER
Hessen
“Sexual-Zeugnis für Lehrer
Der neu gewählte Vorstandsvorsitzende der Odenwaldschule in Hessen, Michael Frenzel, will Lehrer, die eng mit Schülern zusammenarbeiten, künftig strenger kontrollieren. ...Zudem sollten bei homosexuellen Mitarbeitern gegebenenfalls Gutachten erstellt werden, ob ein Hang zur Pädophilie bestünde. ...[ddp]” SZ 7.6.10 S. 5
*Brandenburg
“Bußgeldstellen leiten Daten unerlaubt weiter
Brandenburger Bußgeldstellen haben 2009 in mindestens 376 Fällen unerlaubt Daten von Autofahrern an die örtliche Polizei weitergegeben. Die Informationen über entzogene Führerscheine und Fahrverbote wurden ohne Rechtsgrundlage weitergeleitet. ...[dpa]” BerlZtg 7.6.10 S. 30
“Bußgeldstellen leiten Daten unerlaubt weiter
...Das geht aus einer Antwort von Innenminister Rainer Speer (SPD) auf eine parlamentarische Anfrage hervor. [Die] Landesdatenschutzbeauftragte habe diese Praxis bereits 2009 kritisiert, monierte Goetz. Da diese Daten auch im zentralen Verkehrsregister gemeldet seien, benötige die Polizei keine Einzelmeldung mehr. ...” ND 7.6.10 S. 14


