Presseübersicht

Ausgabe vom 1. Juli 2010
01.07.2010INTERNATIONAL / EUROPA / DEUTSCHLAND
“Datenschützer Schaar kritisiert das Bankdatenabkommen mit den USA
...’Zwar enthält das Abkommen einige Verbesserungen gegenüber dem Vorgängermodell. Aber es bleibt dabei, dass Daten massenweise übermittelt werden sollen’, sagte Schaar der Nachrichtenagentur dpa. Vertreter der EU und der USA hatten den Vertrag am Montag unterzeichnet. ...[dpa]” HB 1.7.10 S. 15
*“Kritik Schaars am neuen Swift-Abkommen / Massenhafte Übermittlung von Daten beklagt
...Das Abkommen erlaubt den USA, die Daten von EU-Bankkunden bei außereuropäischen Überweisungen zu prüfen. So sollen die Finanzströme des Terrorismus gekappt werden. ...Schaar kritisierte, dass die Daten in der Regel fünf Jahre lang gespeichert würden. ...” ND 1.7.10 S. 5
*“Der gläserne Österreicher / Wien will für jeden Bürger ein virtuelles Konto anlegen, auf dem dessen Steuerzahlungen einsehbar sind und was er vom Staat zurückbekommt
...Der Einzelne kann sich per Mausklick einen Überblick darüber verschaffen, wie viel seines Einkommens in Form von Steuern und Abgaben an den Staat geht – und was er von diesem in Form von Förderungen, Beihilfen und anderen staatlichen Leistungen zurückbekommt. ...Den gläsernen Bürger sollen aber nur die ‘Betroffenen’ zu Gesicht bekommen oder die öffentlichen Stellen, bei denen sie etwa eine Förderung beantragen. In diesem Fall müsste der Antragsteller den Behörden Einblick in sein Konto gewähren. ...” Welt 1.7.10 S. 5
*“Schaar kritisiert schleppende Zusammenarbeit mit Google
Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Peter Schaar, hat eine ‘schleppende Zusammenarbeit’ mit Internetunternehmen wie Google beklagt. So sei Google in der Vergangenheit mehrfach mit Diensten auf den Markt gegangen, bei denen der Datenschutz nicht gewährleistet war. Erst nachdem dies von Datenschützern moniert wurde, habe das Unternehmen Abhilfe geschaffen, sagte Schaar. [dpa]” MoPo 1.7.10 S. 4
*“Kein Durchbruch bei Stresstests / Veröffentlichung der Ergebnisse durchgefallener Banken weiter umstritten
...Die Ergebnisse des erweiterten Stresstests sollen Ende Juli vorliegen, hieß es in Finanzkreisen. ...Rechtlich können die Institute nicht gezwungen werden, die Stresstest-Ergebnisse zu veröffentlichen. Allerdings gehen Beobachter davon aus, dass der öffentliche Druck die Banken dazu zwingen werde. ...” HB 1.7.10 S. 33
*“Ombudsmann der Schufa
Der frühere Verfassungsrichter Winfried Hassemer wird neuer Ombudsmann der Kreditauskunft Schufa. Hassemer übernehme die Position bereits an diesem Donnerstag, teilte die Schufa in Wiesbaden mit. Verbraucher können sich an den Ombudsmann wenden, wenn sie mit dem Schufa-Verbraucherservice keine Einigung in einem Konflikt erzielen konnten. ...[AFP]” SZ 1.7.10 S. 24
*“Telekom ernennt Frau als Kämpferin gegen Korruption
Die Deutsche Telekom macht Ernst mit ihrer Frauenquote: Sie legt die Bekämpfung von Kriminalität in den eigenen Reihen in die Hände der Juristin Manuela Mackert. Die 42-Jährige wird ab Juli neuer Chief Compliance Officer. Nach zahlreichen Datenschutzskandalen in der Vergangenheit ist diese Stelle von besonderer Bedeutung. ...” HB 1.7.10 S. 55
*“Bequemer bezahlen / Die Sparkassen statten EC-Karten künftig mit einem neuen Chip aus. Verbraucher sollen damit schneller einkaufen können
...Ab [zweite Hälfte des Jahres 2011] dann sollen die Karten auch für kontaktloses Bezahlen genutzt werden, es soll also reichen, die Karte kurz auf ein spezielles Gerät an der Kasse zu legen, um die Bezahlung von Waren abzuschließen. ...Zum einen werden die Sparkassen die Karten dafür mit den bei Datenschützern heftig umstrittenen RFID-Chips ausgestattet, also internen Antennen, die von außen ausgelesen werden können – im Extremfall auch ohne, dass der Kunde dies merkt. ...” SZ 1.7.10 S. 34
*“Internet-Käufer gegen ihre Daten sogar dort preis, wo es unnötig ist / Berliner Forscherin deckt leichtsinniges Online-Verhalten auf
...Diese Widersprüchlichkeit im Umgang der Internetnutzer mit sensiblen Daten äußert sich besonders auffällig am Beispiel von Online-Netzwerken wie Facebook oder StudiVZ, wo unaufgefordert Daten in großem Umfang preisgegeben werden. Beim Einkauf im Internet zeigen sich ähnliche Verhaltensweisen. Selbst wenn ein anderer Händler das gleiche Produkt kaum teurer oder zum gleichen Preis anbietet, wählen viele Käufer unkritisch denjenigen Anbieter aus, der private Daten abfragt, wiesen Dorothea Kübler, Professorin für Experimentelle Wirtschaftsforschung an der Technischen Universität Berlin, und Kollegen an der Universität im englischen Cambridge nach. ...” MoPo 1.7.10 S. 13
*“Passwort-Sicherheit
41 Prozent der Deutschen ändern niemals ihre Computerpasswörter – das ermittelte der Technikverband Bitkom. Die Experten raten, Passwörter alle drei Monate zu wechseln.” BZ 1.7.10 S. 45


