Presseübersicht

Ausgabe vom 16. August 2010
16.08.2010DEUTSCHLAND
“Schlechte Quote bei Löschung illegaler Internetseiten / BKA und Inhope [Dachverband von Meldestellen in 33 Staaten, der gegen illegale Inhalte im Netz vorgehen will] kommen kaum gegen die Betreiber von Websites an
... Nach einer internen Statistik des Bundeskriminalamts (BKA) waren im Juli 63 Prozent der Seiten auch eine Woche nach dem Löschversuch noch verfügbar. Die Zahl der entdeckten Websites stieg von 182 im Vormonat auf 262.” FAZ 16.8.10 S. 4
“Schlechte Löschquote bei Kinderporno-Websites
... Die schlechte Löschquote wirft auch einen Schatten auf die Arbeit von ‘Inhope’, einem Dachverband von Meldestellen, mit dem das BKA seit Anfang Juni zusammenarbeitet und von dem sich Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) ein schnelleres Löschen verspricht. Ein Sprecher ihres Ministeriums sagte der Zeitung: ‘Die Erfolge von Inhope sind unbestritten, vor allem im Vergleich zu staatlichen Stellen.’ ” BerlZtg 16.8.10 S. 26
*“Google wirbt für Akzeptanz von Street View
Besorgte Bürger können ab heute früh auch online Beschwerde gegen die Veröffentlichung ihrer Immobilie auf Google Street View einlegen – eine Art bebilderter Stadtplan der 20 größten deutschen Städte. Heute zum Start der Seite ‘www.google.de/streetview’ endet mit einer Doppelseite im aktuellen ‘Spiegel’ eine Werbekampagne in deutschen Zeitungen und Zeitschriften, in der der Internetkonzern versucht, die negative öffentliche Stimmung für sich zu beeinflussen.” HB 16.8.10 S. 21
“An: Google Germany, Betr.: Street View / Wer sein Haus nicht im Internet fotografiert sehen möchte, kann bis Mitte September Widerspruch einlegen – per Brief oder online
... Wie kann man verhindern, dass das eigene Gesicht zu erkennen ist? Fotografierte Gesichter und Autokennzeichen werden von Google automatisch vor der Veröffentlichung im Internet unkenntlich gemacht. Sollte doch etwas zu erkennen sein, kann das jeder auf der Street-View-Seite über die Funktion ‘Ein Problem melden’ am unteren linken Bildrand mitteilen, sobald der Dienst gestartet ist.” SZ 16.8.10 S. 5
*“Ärzte sollen Patienten Quittungen für jeden Praxisbesuch ausstellen / Kassenärzte wollen künftig möglichst auch bei Kassenpatienten direkt abrechnen
... ‘Wir haben ein großes Interesse daran, dass die Quittungen von den Patienten genutzt werden’, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) dieser Zeitung. Ein Grund: ‘Die Quittung schafft ein Kostenbewusstsein beim Patienten.’ Sie würden erkennen, ‘wie preisgünstig die ambulante Versorgung in der haus- oder fachärztlichen Praxis ist – etwa im Vergleich zum Restaurantbesuch’.” FAZ 16.8.10 S. 9
*“Telekom überwachte Ron Sommer
... Der Sicherheitsdienst der Telekom hat Mails des früheren Vorstandschefs Ron Sommer nach Informationen der ‘Rheinischen Post’ ohne dessen Wissen von dessen privatem Mailkonto kopiert. Dies gehe aus Unterlagen der Staatsanwaltschaft Bonn hervor.” Tsp 16.8.10 S. 15
*“Für Internet-Pranger
... 53 Prozent der Bundesbürger sind für die Einrichtung eines Internet-Prangers, in dem Namen, Adressen und Fotos von Sexualtätern und Schwerverbrechern genannt werden. 38 Prozent sprachen sich in einer Umfrage dagegen aus.” BK 16.8.10 S. 3
*“Gegen anonyme Bewerbungen
Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat den Vorstoß der Bundesregierung zur Anonymisierung von Bewerbungen zurückgewiesen. ‘Der Aufwand, um neue Stellen zu besetzen, wird wesentlich größer’, sagte er dem ‘Hamburger Abendblatt’. Das Pilotprojekt, an dem auch das Familienministerium beteiligt ist, will Diskriminierung einschränken.” BZ 16.8.10 S. 3
*“Ausspähen von Bewerbern erlaubt? / Leser-Frage / In der letzten Zeit habe ich viel darüber gelesen, dass Arbeitgeber die Vermögensverhältnisse zukünftiger Angestellter überprüfen – ist das denn erlaubt?
... Ihre privaten Finanzen gehen ihn nichts an. Das Gleiche gilt für die Frage, ob Ihr Lohn gepfändet ist. In beiden Fällen ist seine Frage unzulässig, und eine wahrheitswidrige Antwort bliebe ohne Konsequenzen [Rechtsanwalt Ingolf Kropp, Experte für Arbeitsrecht].” WELT 16.8.10 S. 13
*“Geldautomaten: So schützen Sie sich vor Betrug / Pin-Nummer komplett verdeckt eingeben!
... Günther Wollscheid, Polizeihauptkommissar: ‘Achten Sie auf die Pin! ... Nutzen Sie die freie Hand oder einen Geldbeutel. Eine versteckte Mini-Kamera könnte Ihre Finger beobachten.” BK 16.8.10 S. 15


