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Berliner Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit

Presseübersicht

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Das privacy & information magazine “prima” wird vom Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit zusammengestellt und herausgegeben. Die regelmäßigen Ausgaben enthalten eine Übersicht von ausgewählten Berichten der Berliner und überregionalen Presse.

Ausgabe vom 5. August 2010

05.08.2010

INTERNATIONAL

“Blackberry-Verbot in Indien

... Nach arabischen Staaten droht einem Zeitungsbericht zufolge nun auch Indien damit, Blackberry-Dienste abzuschalten. ‘Unsere Haltung ist klar: Blackberry-Dienste, die von unseren Behörden nicht voll überwacht werden können, müssen unterbrochen werden’, sagte ein nicht namentlich genannter Vertreter der Sicherheitsbehörden der Economic Times.” SZ 5.8.10 S. 17

“Blackberrys sollen sicher bleiben / Konflikt zwischen Hersteller RIM und Ländern wie Indien verschärft sich. Die US-Regierung schaltet sich ein.

... Indien fürchtet, dass islamistische Terroristen mit Hilfe verschlüsselter Nachrichten über Blackberry Anschläge planen. Sie könnten sich dabei Tarnfirmen bedienen. Deshalb müssen auch die E-Mails von Unternehmen für die Sicherheitsdienste lesbar gemacht werden und RIM einen Server in Indien betreiben.” HB 5.8.10 S. 23

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EUROPA

“Datendieb: Zumwinkel nur einer der Prominenten auf Steuer-CD / Kieber will vom BND für Informationen fünf Millionen Euro erhalten haben

... Der frühere Mitarbeiter der Liechtensteiner LGT-Bank und Datendieb Heinrich Kieber sagte dem Magazin ‘Stern’, er verfüge neben den Angaben zu Zumwinkel über Daten von 46 ‘politisch exponierten Personen’. Zu seiner Überraschung sei der Ex-Postchef aber ‘bislang der einzige’ Prominente, dessen Fall ‘zumindest teilweise öffentlich’ geworden sei.” ND 5.8.10 S. 6

“Der Datendieb aus Liechtenstein packt aus / Außer Klaus Zumwinkel weitere 45 prominente Steuerhinterzieher

... Der Datenklau war verblüffend einfach. Kieber steckte im Büro ein kleines Magnetband ein, das zur täglichen Routinesicherung der Daten diente, und schmuggelte es aus dem Bankgebäude; das fiel niemandem auf. Weil es unverschlüsselt war, konnte er nachlesen, was die Kundenberater über die Schwarzgeldsünder notiert hatten.” FAZ 5.8.10 S. 9

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“Tschechien enttarnt Spione selbst

... Das Ministerium versucht abzuwiegeln. ‘Unwichtig bis irrelevant’ sei das Datenleck, hieß es auf einer eilends einberufenen Pressekonferenz, auf der sich der Ministeriumssprecher demonstrativ gelassen gab: Von den Spionen sei zur Zeit der Veröffentlichung keiner aktiv gewesen. Allerdings gab er zu, dass die Namensliste bei den Betroffenen ‘zu Unannehmlichkeiten geführt haben könnte’.” Tsp 5.8.10 S. 5

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DEUTSCHLAND

“iVorsicht / In Apples Mobil-Betriebssystem klafft eine gefährliche Lücke

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt die Besitzer von Geräten des amerikanischen Herstellers Apple vor zwei kritischen Schwachstellen in deren Betriebssystem iOS. Diese ermöglichten es der Behörde zufolge, auf iPhones, iPads und dem Musik- und Videospieler iPod Touch schädliche Software aufzuspielen.” SZ 5.8.10 S. 14

“Sicherheitslücken bei iPhone und iPad / Bundesamt warnt: Angreifer können die Kontrolle über Apples Smartphone und den Tablet-PC übernehmen.

... Angreifer erhalten über die Sicherheitslücke laut BSI Zugriff auf das komplette System von iPhone, iPad und iPod touch, und zwar mit Administratorrechten. Das heißt, sie dürfen sämtliche Aktionen auf dem Gerät ausführen. Dadurch könnten sie etwa vertrauliche Daten wie Passwörter, Terminkalender, E-Mails, SMS und Kontakte auslesen.” HB 5.8.10 S. 22

“Experten warnen vor Sicherheitslücke bei iPhone, iPod und iPad

... Betroffenen Nutzern der Geräte empfiehlt das BSI, PDF-Dateien nicht mehr zu öffnen, weder im Internet noch in E-Mails oder in Miniprogrammen, den sogenannten Apps. Zudem sollten sie nur auf Internetseiten surfen, die sie als vertrauenswürdig einschätzen. Auch sollten sie Links in E-Mails nur öffnen, wenn sie dem Absender vertrauen.” MoPo 5.8.10 S. 7

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“Arbeitgeber sehen anonyme Stellenbewerbungen skeptisch / ‘Bemühung um Vielfalt wird konterkariert’

... Anonyme Bewerbungen sollen dazu führen, dass niemand bei der Stellensuche wegen seiner Herkunft, seines Alters oder Geschlechts diskriminiert wird. Wenn Bewerbungen aus Antidiskriminierungsgründen weder ein Foto noch den Namen, Familienstand, Wohn- und Geburtsort oder das Alter enthalten dürfen, ist es für die Betriebe schwieriger, die Vielfalt ihrer Belegschaft gezielt zu steuern.” FAZ 5.8.10 S. 11

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“Eine Frage der Unterbringung / Im Streit über die Zukunft der Sicherungsverwahrung kommt der Innenminister der FDP genau ein Wort weit entgegen

... [Bundesjustizministerin] Leutheusser-Schnarrenberger setzt daher nun auf die elektronische Fußfessel, die zum Beispiel übermitteln könnte, wenn sich ein Sexualstraftäter einem Kindergarten nähert. Das System wird derzeit nur in Hessen angewandt. Die Fußfessel reiche bei besonders gefährlichen Tätern nicht aus, sagt Innenminister de Maizière.” FR 5.8.10 S. 8