Presseübersicht

Ausgabe vom 6. August 2010
06.08.2010INTERNATIONAL
“Feind hört mit / Um das kanadische Smartphone [Blackberry] ist ein bizarrer Streit entfacht. Die Bundesregierung hält das Gerät nicht für sicher genug. Arabische Staaten dagegen verbieten es, weil sie es nicht anzapfen können.” BerlZtg 6.8.10 S. 2
*“Die verebbte Welle / Google Wave sollte die E-Mail revolutionieren. Nun wird der Dienst überraschend eingestellt
... Google Wave sollte als Mischung aus Facebook, Instant Messenger und Maildienst die gesamte Internet-Kommunikation revolutionieren. ... So kann ein Wave-Nutzer über die Google-Technik zu einem beliebigen Thema eine Welle starten und andere Nutzer dazu auffordern, an dem Wave-Text mitzuschreiben – und zwar in Echtzeit, so dass jedes Mitglied der Welle immer weiß, in welche Richtung sich ein Thema entwickelt. In der weiteren Entwicklung wurde Google Wave so erweitert, dass andere Internetnutzer zusätzlich via Mail oder Twitter die Welle verfolgen können.” Tsp 6.8.10 S. 27
*“In der Redaktion verhaftet / Die südafrikanische Regierung geht hart gegen unliebsame Journalisten vor. Ein Gesetz soll dazu neue Handhabe liefern
... Südafrikas regierender Afrikanischer Nationalkongress (ANC) ... will einerseits das Informationsrecht der Öffentlichkeit mit einer euphemistisch ‘Gesetz zum Schutz öffentlicher Informationen’ genannten Novelle einschränken, die die staatliche Verwaltung zumindest teilweise von ihrer Auskunftspflicht entbindet. Andererseits will sie die Veröffentlichung als vertraulich bezeichneter Informationen mit Gefängnisstrafen bis zu 25 Jahren belegen.” BerlZtg 6.8.10 S. 26
*EUROPA
“Kampagne gegen Sammelwut / Initiative will Daten in der EU ‘zurückholen’
... Die Zahl der Menschen, deren Daten europaweit in Informationssystemen gespeichert sind, geht in die Millionen. Die Informationen können von Geheimdiensten und Polizeibehörden abgerufen werden. Flüchtlinge sind davon ebenso betroffen wie Fußballfans oder politische Aktivisten, die bei Fahrten zu Protestaktionen kontrolliert worden sind.” ND 6.8.10 S. 8
*DEUTSCHLAND
“Deutsche öffnen E-Mails vorsichtig
E-Mails mit unbekanntem Absender behandeln die Deutschen besonders umsichtig: Nur ein Viertel (25 Prozent) öffnet ominöse elektronische Post oder reagiert überhaupt auf sie. ... In den USA wagen dagegen 38 Prozent der Surfer den Blick in die Post von Unbekannten, in China sogar 43 Prozent.” [dpa] Tsp 6.8.10 S. 26
*“Der große Schnüffelangriff / Wer populäre Websites besucht, bekommt häufig sogenannte Tracking-Cookies auf die Festplatte geschrieben. Mit ihnen überwachen Onlinefirmen das Verhalten der Nutzer” taz 6.8.10 S. 7
*“Software zu Genmutationen an der Charité entwickelt
... Wissenschaftler … haben ein Computerprogramm entwickelt, mit dessen Hilfe krankhafte Genmutationen schneller aufgespürt werden können. ... Software … nutzt und kombiniert dafür die ständig aktualisierten Erkenntnisse über Gene und deren Funktion aus öffentlich zugänglichen Datenbanken.” MoPo 6.8.10 S. 9
*LÄNDER
Berlin
“Schwerstverbrecher haben Ausgang / Nach dem Urteil zur Sicherungsverwahrung: Sieben Häftlinge sollen sich unter Aufsicht an die Freiheit gewöhnen
... Wie aus Justizkreisen zu erfahren ist, gab es bereits sogenannte Gefährderansprachen. Das heißt, den Männern, deren Entlassung in den nächsten Wochen und Monaten ansteht, wurde bereits vorab mitgeteilt, dass man sie im Auge behalten werde. Kontrollen erfolgen nicht nur durch die Justiz, sondern auch durch die Polizei, die beim Landeskriminalamt (LKA) eigens für solche Fälle eine Fachdienststelle unterhält. Die üblichen Maßnahmen beschränken sich auf stichprobenartige Kontrollen und unangemeldete Besuche. Doch auch zeitlich befristete längere Observationen sind denkbar.” Welt 6.8.10 S. 25


