Presseübersicht

Ausgabe vom 1. März 2011
01.03.2011INTERNATIONAL / EUROPA
“Wenn der Posteingang plötzlich leer ist / Google löscht die E-Mails von 150 000 Internetnutzern – aus Versehen
... Viele Menschen fürchten um die Sicherheit ihrer Daten im Internet. Sie haben Angst davor, dass Privates öffentlich wird, Intimes sich ungewollt verbreitet oder sogar undurchsichtige Konzerne immer mehr Daten über sie speichern, um sie für Werbung zu missbrauchen. ... Die Google Zentrale … gab die Panne am Montag zu, sagte aber auch, dass nur 0,08 Prozent der Nutzer von dem Problem betroffen seien. ... Jeder, der also seine Mails über den Internet-Browser liest, nutzt Cloud Computing. ... Der Nachteil ist ebenso klar: Bei einer Panne sind sie weg. Und niemand weiß, wo die vertraulichen Daten gespeichert sind und wer alles darauf Zugriff hat. ...” Tsp 1.3.2011 S. 1
*DEUTSCHLAND
“Schmierfinken im Netz / Beleidigungen, Verleumdungen, üble Nachrede: Pöbelseiten im Internet verunsichern Schüler, Eltern und Lehrer. Die Täter wähnen sich in der Anonymität. Aber sie sind aufzuspüren.
... die Polizei wird bei den Internet-Providern vorstellig, und das tut sie regelmäßig, schreibt [der Düsseldorfer Rechtsanwalt Udo] Vetter in seinem www.lawblog.de: ‘Die Polizei fragt mittlerweile schon fast routinemäßig und inflationär Bestandsdaten ab, wenn sie eine Anzeige mit Internetbezug auf den Tisch bekommt. ... ’ ” FAZ 1.3.2011 S. T1
*“Deutsche fürchten um ihre Daten im Internet
... Nur gut 40 Prozent halten ihre Daten im Netz für tendenziell sicher, 55 Prozent für eher unsicher … 20 Prozent nutzen deshalb aus Angst vor mangelndem Datenschutz auch nicht das sogenannte Cloud Computing. ...” [AFP] FAZ 1.3.2011 S. 19
*LÄNDER
Hamburg
“Datenschützer bringen Einzelhandel gegen sich auf / Eine Hamburger Behörde geht gegen Sicherheitskameras in Ladenpassagen vor. Die Branche ist alarmiert, die Berufsgenossenschaft auch.
... Begründung der Behörde: Wo Kameras nur der ‘allgemeinen Verhinderung von Straftaten’ dienen und wo sie nicht gezielt Eigentum des Betreibers schützen, müsse das Datenschutzinteresse der Kunden Vorrang haben. ... Zugleich, betont der [Handelsverband] HDE … Da es im Einzelhandel nachweisbar eine ‘erhöhte abstrakte Gefahr’ von Straftaten gebe, seien schon damit die datenschutzrechtlichen Kriterien für eine offene Kameraüberwachung erfüllt. ...” HB 1.3.2011 S. 13
*Berlin
“Körting interessiert sich doch für Spitzel / AFFÄRE / Erst wollte er nichts wissen, nun fordert der Innensenator: Der ‘Graubereich’ beim Einsatz ausländischer Spitzel müsse geregelt werden
... Der kürzlich enttarnte britische Spitzel Mark Kennedy hatte jahrelang in verschiedenen europäischen Ländern die linke Szene ausspioniert und war insbesondere in Berlin polizeilich aufgefallen: ... Allerdings wollen die Berliner Sicherheitsbehörden erst im Nachhinein davon erfahren haben, dass es sich bei ‘Stone’ um einen Polizisten gehandelt hat. ... Nun räumte Körting doch Regelungsbedarf ein: ‘Ich möchte in Zukunft gerne wissen, welche ausländischen Agenten hier in Berlin herumwuseln.’ ...” FAZ 1.3.2011 S. 21


