Presseübersicht

Ausgabe vom 11. März 2011
11.03.2011INTERNATIONAL
“Individuelle Zensur
Das Internet quillt über mit Geschichten über den strauchelnden Charlie Sheen. Der Programmierer Greg Leuch hatte genug davon und entwickelte eine Software, die Fotos und Erwähnungen von Sheen aus Webseiten filtert. ‘Tut uns leid Charlie, aber es ist Zeit, das Internet zu verlassen’, heißt es auf der Webseite zu dem Programm ‘Tinted Sheen’, das für die Web-Browser Firefox und Chrome installiert wird. Leuch hat schon Filter gegen Justin Bieber erstellt (‘Shaved Bieber’). [dpa]” Tsp 11.3.2011 S. 32
*“Modell Babyklappe / Noch nie waren Whistleblower so anonym wie im Netz – aber die Erfahrung zeigt, dass Tippgeber Betreuung brauchen [von Hans Leyendecker]
... Falls der amerikanische Gefreite Bradley Manning wirklich jener Whistleblower gewesen sein sollte, der dem Webportal Wikileaks das Afghanistan- und das Irak-Material sowie die US-Botschaftsdepeschen zugespielt hat, ist sein Fall auch ein Fall Wikileaks. Die Macher des Portals beteuern, mit ihren Quellen stets sehr professionell umgegangen zu sein. ... Wikileaks-Aussteiger favorisieren das Modell Babyklappe. Ihre Plattform Openleaks soll künftig anonyme Briefkästen im Netz einrichten, und wer dort geheime Dokumente hinterlässt, soll bestimmen können, an wen das Material weitergegeben wird. ...” SZ 11.3.2011 S. 15
*DEUTSCHLAND
“Scheidende Stasi-Beauftragte legt Tätigkeitsbericht vor
... Mehr als 20 Jahre nach der deutschen Einheit ist ein Teil der Stasi-Hinterlassenschaft immer noch nicht gesichtet. Von den Unterlagen, mit denen das DDR-Ministerium für Staatssicherheit (MfS) bis zum Schluss arbeitete, sind derzeit rund 84 Prozent erschlossen. ... Seit dem Jahr 1991 gingen bei der Behörde 2,75 Millionen Anträge von Bürgern auf Akteneinsicht ein. [dpa]”. BerlZtg 11.3.2011 S. 7
*LÄNDER
Berlin
“Wowereit will U-Bahnvideos länger speichern
In der Diskussion um Videoaufnahmen in Bahnen und Bussen hat sich der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) dafür ausgesprochen, die Speicherfristen auf 48 Stunden zu verlängern. Gesetzlich sind derzeit 24 Stunden zulässig. Wowereit will auch mit der BVG diskutieren, ob wieder regelmäßig Sicherheitskräfte auf den Bahnhöfen stehen sollen. Dazu wären 2 000 neue Stellen notwendig. ...” [dpa] BerlZtg 11.3.2011 S. 17


