Presseübersicht

Ausgabe vom 29. April 2011
29.04.2011INTERNATIONAL / EUROPA / DEUTSCHLAND
“Unesco veröffentlichte Unterlagen von Bewerbern im Internet
...Die UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (Unesco) hat über Jahre hinweg Bewerbungsunterlagen für jeden einsehbar ins Internet gestellt. Die Dokumente enthielten nach Recherchen von Spiegel Online Informationen über den Bildungsweg, die bisherigen Arbeitgeber und zum Teil auch Angaben über Jahresgehälter. ...” [dpa] MoPo 29.4.11 S. 4
“Einblick per Mausklick / Sicherheitspanne der Unesco macht Bewerbungen öffentlich
... Man sei von Journalisten auf das mögliche Leck hingewiesen worden und prüfe den Fall, sagte eine Unesco-Sprecherin der Süddeutschen Zeitung am Donnerstagmorgen. Ein deutscher Student, der sich selbst bei der Unesco für ein Praktikum beworben hatte, hält dagegen: ‘Vor mehreren Wochen teilte ich der Unesco mit, dass anscheinend ein Datenleck vorliegt. ...” SZ 29.4.11 S. 6
*“Ein Wurm namens ‘Wow’ / Facebook von Spam-Welle überschwemmt
Das Versprechen ist allzu verlockend. ‘Wow, jetzt kannst Du sehen, wer sich Dein Profil anschaut’, heißt es in der Botschaft, die derzeit viele Facebook-Nutzer erhalten. Wer darauf klickt, bekommt angeblich eine Tabelle mit Personen zu sehen, die das Nutzer-Profil am häufigsten besuchen. ... Rund 650 000 Facebook-Mitglieder sind bereits Opfer des Wurms geworden, meldet der österreichische Blog metaprime.at. Dass sich der Wurm so rasant verbreiten kann, liegt an seiner hinterlistigen Tarnung: Angeblich ist es ein Freund, der die Botschaft verschickt …” Tsp 29.4.11 S. 30
*“WIKILEAKS-VERÖFFENTLICHUNGEN / Medien streiten über Guantánamo-Akten
... Die britische Tageszeitung Daily Telegraph veröffentlicht im Internet die vollständigen und unzensierten Guantánamo-Akten von 759 Häftlingen. Neben Fotos und Geburtsdaten der Inhaftierten finden sich dort detaillierte Angaben zu ihrer Verhaftung sowie zur Einschätzung ihres Gefahrenpotenzials. ...” taz 29.4.11 S. 17
*“Sony soll geschlampt haben / Elektronikkonzern nach Datenraub in der Kritik
... Politiker und Datenschützer forderten schärfere Gesetze, um weltweit tätigen Firmen bei Datenpannen auch in Deutschland belangen zu können. Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Peter Schaar, verlangte am Donnerstag schärfere internationale Standards. ...” Tsp 29.4.11 S. 19
“Datenschützer fordern Sony zur restlosen Aufklärung auf / Unternehmen verspricht nach Diebstahl von 77 Millionen Kundendaten aus seinen Systemen mehr Sicherheit
... Obwohl Sony seinen Hauptsitz in Japan hat, sehen deutsche Juristen das Unternehmen in der Haftung. Denn dessen Internetplattform wende sich eindeutig auch an deutsche Nutzer; daher müsse auch deutsches Recht eingehalten werden. Allerdings werde es für Betroffene schwierig, den Nachweis zu führen, dass etwaige unrechtmäßige Kreditkartenabbuchungen auf ein dortiges Datenleck zurückzuführen seien. ...” FAZ 29.4.11 S. 14
*“Der Mensch im Netz / Die Betroffenheit über die Skandale bei Apple oder Sony ist nicht glaubwürdig. Seit Jahrzehnten schon wird der Datenschutz von der Politik diffamiert.
... Seine Verächtlichmachung als ‘Täterschutz’, die Beschimpfung des Privaten als Refugium potenzieller Krimineller hatte durchschlagenden Erfolg. Die Versicherung der Politik, niemand habe etwas zu befürchten, der nichts zu verbergen habe, war schon immer gelogen, aber sie wurde gerne geglaubt. ... [Von Christian Bommarius]” FR 29.4.11 S. 10
“Standortverstimmung
Wo steht man eigentlich als postmoderner Mensch? Apple kann es uns sagen. Denn das iPhone funktioniert als Peilsender. Privatheit sieht anders aus. Und kritischer Medienkosum übrigens auch. ... Vielleicht sind die Problemfälle Apple und Sony ja der lang erwartete Wendepunkt im Umgang von Herstellern und Netzbetreibern mit den Daten ihrer Nutzer. ... [Von Constanze Kurz]” FAZ 29.4.11 S. 36
*“Ramsauer reformiert die Flensburger Punkte-Kartei
... Ab nächste Woche können Autofahrer ihren Punktestand in der Flensburger Verkehrssünderkartei online abfragen – vorausgesetzt, sie besitzen zur Identifizierung den neuen elektronischen Personalausweis. Doch das ist erst der Anfang: Die große Reform des Zentralregisters kommt 2012! ...” Bild 29.4.11 S. 2
*LÄNDER
Berlin
“Mehr Uniformierte in den Berliner U-Bahnhöfen / Neue Gewalttat in Wedding. BVG und Polizei beraten über ein Einsatzkonzept für die Rückkehr der gemeinsamen Streifen
... Momentan laufen nach ihren Angaben auf der Arbeitsebene die inhaltlichen Abstimmungen zwischen Polizei und BVG über das künftige Einsatzkonzept. ... In vielen der Fälle… konnten die mutmaßlichen Täter anhand der Videobilder ermittelt werden. Insgesamt forderte die Polizei im vergangenen Jahr 2800-mal Videodaten der BVG zur Aufklärung von Straftaten an. Doch 50 bis 60 Ermittler-Anfragen pro Jahr verlaufen im Sande, weil die Bilder der Kameras bereits gelöscht sind. ...” Welt 29.4.11 S. 29


