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Berliner Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit

Presseübersicht

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Das privacy & information magazine “prima” wird vom Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit zusammengestellt und herausgegeben. Die regelmäßigen Ausgaben enthalten eine Übersicht von ausgewählten Berichten der Berliner und überregionalen Presse.

Ausgabe vom 13. Juli 2011

13.07.2011

INTERNATIONAL

“US-MILITÄR/PASSWÖRTER / Online-Aktivisten melden Diebstahl

... Mitglieder der Onlineaktivistengruppe Anonymous haben nach eigenen Angaben 90.000 verschlüsselte militärische Passwörter von der dem US-Verteidigungsministerium nahe stehenden Beraterfirma Booz Allen Hamilton gestohlen und im Internet veröffentlicht. Nach einem Test der Nachrichtenagentur AP scheinen viele dieser Passwörter trotz ihrer Verschlüsselung leicht knackbar. ...” [dapd] taz 13.7.11 S. 10

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“Google plant die Super-Datenbank / Es ist der Traum der Werbeindustrie – und der Albtraum der Datenschützer: Der Konzern will detaillierte Informationen über seine Nutzer und ihre Interessen verkaufen

... Künftig sollen Werber bei Google Daten von Verbrauchern kaufen können, mit Name, Adresse und, vor allem, nach Interessen sortiert. ... Das Datenbank-Projekt lässt nun aber auch das neue soziale Netzwerk Google+ in anderem Licht erscheinen. Denn demographische Angaben wie zum Beispiel Geschlecht, Beruf, Herkunft oder Wohnort sind bislang die Schwachstelle in Googles Datensammlung gewesen. ...” SZ 13.7.11 S. 26

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EUROPA

“Kreditkarten: Europol hebt einen der größten Fälscherringe aus

... Die Kreditkarten-Fälscher waren nach Angaben von Europol seit Jahren aktiv und sorgten für einen Schaden von insgesamt 50 Millionen Euro, indem sie 15 000 Bankkarten fälschten. Sie nutzten dazu das sogenannte Skimming. ...” MoPo 13.7.11 S. 5

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“Murdoch benutzte ‘bekannte Kriminelle’ / Ex-Premier Brown zur britischen Abhöraffäre

... Das Medienimperium von Rupert Murdoch habe ‘bekannte Kriminelle’ benutzt, um an Geschichten zu kommen, sagte Brown am Dienstag der BBC. Abgeordnete forderten, Murdoch müsse vor einem Parlamentsausschuss Rede und Antwort stehen. ...” ND 13.7.11 S. 5

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DEUTSCHLAND

“Fremde Handys abhören kann jeder

... Man muss auf dem Handy, das abgehört werden soll, eine unsichtbare Abhörapp installieren, zum Beispiel von ‘Flexispy’ oder ‘Mobile Spy’. ... Wer ausspioniert wird, merkt dies oft nicht, weil die Software im Hintergrund läuft. ...” Tsp 13.7.11 S. 28

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“Informationspflicht nach Hacker-Attacken gefordert

Nach einem Hackerangriff auf den Zoll hat der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar einen transparenten Umgang mit Datenpannen in Behörden gefordert. Bei Verlust, Diebstahl oder Missbrauch sensibler personenbezogener Daten müssten die Betroffenen und die Aufsichtsbehörden unverzüglich unterrichtet werden, erklärte er. ...” [dpa] FR 13.7.11 S. 5

“Hacker kündigen erneuten Angriff auf Bundesrechner an

Keinen Monat nach der Gründung des Nationalen Cyber-Abwehrzentrums droht den IT-Spezialisten des Bundes eine heikle Bewährungsprobe: Die Hacker, die in der vergangenen Woche Ermittlungsdaten von einem Server des Zolls stahlen und im Internet veröffentlichten, haben am Dienstag einen weiteren Angriff auf Computer des Bundes angekündigt. ...” MoPo 13.7.11 S. 1

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“Digitale Klassengesellschaft droht / Union und FDP wollen Vorschrift zur Netzneutralität umgehen

... Als sich allerdings eine Mehrheit für die garantierte Netzneutralität abzeichnete, ‘haben die Kollegen von Union und FDP mit fadenscheinigen Geschäftsordnungstricks die Entscheidung auf den Herbst vertagt’. Hintergrund: Parallel zur Arbeit der Enquete-Kommission ist eine Novelle des Telekommunikationsgesetzes in Vorbereitung, die im Oktober vom Bundestag verabschiedet wird – und ausdrücklich auf eine Vorschrift zur Netzneutralität verzichtet. ...” FR 13.7.11 S. 13

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”’Elena’ stirbt einen leisen Tod / Das Wirtschafts- und das Arbeitsministerium stellen das größte Datensammelprojekt in der Geschichte der Bundesrepublik ein.

... Jetzt hat Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) einfach eine Frist für eine Stellungnahme zu Verfassungsbeschwerden von Datenschützern gegen Elena vor dem Bundesverfassungsgericht verstreichen lassen. Auch eine Möglichkeit, das Projekt zum Scheitern zu bringen. ...” HB 13.7.11 S. 14

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LÄNDER

Berlin

“Berliner Steuersünder zahlen 82 Millionen Euro nach

Rund 82 Millionen Euro sind Berlin im Jahr 2010 aus rechtskräftig abgeschlossenen Strafverfahren gegen Steuersünder und aus Selbstanzeigen zugeflossen. Davon stammten allein 56 Millionen Euro von Steuerhinterziehern, die sich nach dem Aufkauf von CDs mit Daten aus den Steuerparadiesen Liechtenstein, Luxemburg und Schweiz in Berlin selbst angezeigt haben, wie die Finanzverwaltung am Dienstag mitteilte. ...” [dpa] MoPo 13.7.11 S. 11