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Berliner Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit

Presseübersicht

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Das privacy & information magazine “prima” wird vom Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit zusammengestellt und herausgegeben. Die regelmäßigen Ausgaben enthalten eine Übersicht von ausgewählten Berichten der Berliner und überregionalen Presse.

Ausgabe vom 9. August 2011

09.08.2011

EUROPA

“Immer flüssig / Bezahlen zu jeder Zeit an jedem Ort: Zwei tschechische Unternehmen wollen aus dem Handy eine Kreditkarte machen

... Längst ist das Telefon zu einem Helfer für all die Sorgen im Alltag geworden: Es dient als Kalender und Navigationsgerät. Um auch mit so sensiblen Daten wie der Kontonummer zu jonglieren, ist allerdings eine höhere Sicherheitsstufe notwendig. ... SZ 9.8.11. S. 20

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DEUTSCHLAND

“Missverständnis um die Meinungsfreiheit / Bundesinnenminister [Hans-Peter Friedrich] eckt mit Aussagen zu radikalen Bloggern an und rudert zurück

... Das Ganze sei ein ‘Missverständnis’. Friedrich habe lediglich für eine demokratische Streitkultur im Netz geworben und sei nach wie vor der Ansicht, dass es auch im Internet Bereiche gebe, in denen Anonymität sinnvoll sei. Es gehe nicht um eine gesetzliche Pflicht, sich im Netz überall ausweisen zu müssen. ...” WELT 9.8.11 S. 4

“Das Netz der Namenlosen / Warum Autoren im Internet auch in Zukunft anonym veröffentlichen können

... Friedrichs Klarnamen-Vorstoß ist nicht neu. Erst Ende Juli hatte Facebook-Managerin Randi Zuckerberg gegen Pseudonyme im Netz gewettert, da diese Online-Mobbing begünstigten: ‘Ich glaube, Anonymität muss verschwinden.’ Damit liegt sie auf einer Linie mit dem ehemaligen Google-Chef Eric Schmidt. ...” SZ 9.8.11. S. 5

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“Sicherheit hat ihren Preis / Wer im Netz Geld überweist, muss lange Nummern eintippen. Viele Banken stellen nun auf modernere Verfahren um – und lassen die Kunden dafür bezahlen

... Die Sicherheit, natürlich. Nichts anderes ist Bankkunden, die Geldgeschäfte im Internet erledigen, wichtiger. ... Während das Online-Banking bisher zumeist kostenlos war, lassen sich nun einige Anbieter die Sicherheit von den Kunden bezahlen. ...” SZ 9.8.11 S. 24

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“Erpressung über das Internet

... Eine neue Methode, Unternehmen zu erpressen, breitet sich aus: Die Täter legen Computer durch gezielte Angriffe über das Internet lahm, um die Betreiber zu Geldzahlungen zu nötigen. Das Bundeskriminalamt (BKA) hat jetzt in vier Bundesländern Wohnungen von Verdächtigen durchsucht, wie die Behörde am Montag in Wiesbaden mitteilte. ...”FAZ 9.8.11 S. 11

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“Ein erzwungener Konflikt / Schwangeren Frauen ist es verboten, den Vater des werdenden Kindes per Gentest zu ermitteln – Experten fürchten Abtreibungen aus Unsicherheit

... Seit Februar 2010 aber verbietet das Gendiagnostikgesetz eine pränatale Vaterschaftsfeststellung, die zuvor ungeregelt war. ... Weil den Frauen die Wissensgrundlage für ihre Lebensplanung entzogen ist, entscheiden sie sich Fachleuten zufolge oft für den Abort. ...” SZ 9.8.11 S. 16

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LÄNDER

Nordrhein-Westfalen

“Hackerangriff / ‘No-Name Crew’ infiziert Privatrechner eines Zöllners

Das Landeskriminalamt (LKA) Nordrhein-Westfalen hat herausgefunden, dass die Computer-Hacker der Gruppe ‘No-Name Crew’ einen Trojaner auf dem privaten Rechner eines Zollbeamten installieren konnten. ... Nach dem Hackerangriff tauchten Standortdaten von polizeilich Überwachten im Internet auf. ...” WELT 9.8.11 S. 4

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Berlin

“Mit dem Aktenberg zur BSR / DATENSCHUTZ / Bei sozialen Verbänden fallen tagtäglich sensible Daten an. Die müssen aufbewahrt werden und irgendwann vernichtet. Die Verbände setzen auf Aktenvermeidung, gesicherte Schränke und die BSR

... Akten, die vernichtet werden müssen, werden laut [Berndt] Maier [Geschäftsführer des Berliner Landesverbands des Sozialverbands Deutschland] zur BSR gebracht. Die bietet ein spezielles Recycling von Abfällen mit vertraulichen Daten an. ...” taz 9.8.11 S. 22

“Schutzlos entsorgt / DATENSCHUTZ / Ein Verein entsorgt sensible Dokumente ungeschreddert im Papiermüll. Land und Bezirke finden: Die Vereine müssen selbst über Datenschutz Bescheid wissen

Nach dem Fund von Dokumenten aus dem Bestand eines aufgelösten Familienhilfevereins in einem Papiercontainer sehen die staatlichen Stellen die Ursache des Fehlverhaltens bei dem Verein. ‘Datenschutzbestimmungen sind Bestandteil der Rahmenverträge mit dem Land Berlin’, sagt Petra Schrader (Linkspartei), Bezirksstadträtin in Mitte. ...” taz 9.8.11 S. 22