Presseübersicht

Ausgabe vom 7. September 2011
07.09.2011EUROPA
“James Murdoch soll gelogen haben / Ex-Mitarbeiter belasten den Europa-Chef von News Corporation in der Abhöraffäre
... Ehemalige Mitarbeiter der britischen Boulevardzeitung ‘News of the World’ haben ihrem Ex-Chef James Murdoch gestern vorgeworfen, die Unwahrheit über das Ausmaß der Abhöraffäre gesagt zu haben. Murdoch habe bereits vor drei Jahren gewusst, dass sich nicht nur ein einzelner Reporter fragwürdiger Recherchemethoden bediente, sagte Tom Crone, früherer Rechtsberater der Zeitung, vor dem Medienausschuss des britischen Parlaments. ...” HB 7.9.11 S. 4
*“Datenlecks und Transparenz / Wikileaks-Chef Assange verteidigt seine Methoden
... Dies sei im Westen nur oberflächlich einfacher als in autoritären Regimen wie China. Während dort die Große Firewall den Strom der Information behindere, sei die Zensur im Westen tiefgreifender. Das zeige der Wikileaks-Boykott, zu dem sich Finanzdienstleister wie Visa 2010 entschlossen. ...” FR 7.9.11 S. 7
*DEUTSCHLAND
“INTERNET / Neuer Online-Speicherplatz: Kostenlos und vom TÜV geprüft
Der Internetdiensteanbieter Strato hat einen kostenlosen Online-Speicher namens ‘HiDrive Free’ vorgestellt. ... So würden die Strato-Rechenzentren vom TÜV geprüft und die Daten nach deutschem Datenschutzgesetz verarbeitet. ...” MoPo 7.9.11 S. 9
*“Telefon-Anbieter bunkern Daten / Mobilfunkbetreiber bewahren Informationen von Gesprächen ihrer Kunden bis zu 90 Tagen auf / Datenschützer: Praxis widerspricht dem Willen des Bundesverfassungsgerichts
... Die großen Anbieter wie T-Mobile, Vodafone und E-Plus speichern mindestens einen, maximal sechs Monate lang, welcher Mobilfunkkunde wann aus welcher Funkzelle wie lange mit wem telefoniert hat. ... Nach Ansicht von Datenschützern ist es deshalb unzulässig, den Standort einen Telefonteilnehmers zu speichern oder die ankommenden Gespräche, weil diese ja bei Inlandstelefonaten niemals berechnet würden. ...” BerlZtg 7.9.11 S. 1
“Schindluder mit der Schutzlücke [von Steffen Hebestreit]
... Doch plötzlich scheint es, als hätten das Bundeskriminalamt und die Polizeibehörden der Länder schon jetzt Zugriff auf viel mehr Telefondaten, als sie bislang vorgaben. Die großen Anbieter speichern laut einer Erhebung der Generalstaatsanwaltschaft München in der Regel 80 Tage lang wer wann mit wem wie lange telefoniert. ...” BerlZtg. 7.9.11 S. 4
*“In der Grauzone / Dem britischen und dem amerikanischen Geheimdienst wird vorgeworfen, dem Gaddafi-Regime in die Hände gespielt zu haben. Haben auch deutsche Geheimdienste mit Libyen kooperiert?
... Kaum war die Nachricht in der Welt, verlangte der Linken-Politiker Wolfgang Neskovic, nun müsse im Parlamentarischen Kontrollgremium ‘konsequent aufgeklärt’ werden. Er erwarte, ‘dass man Papiere und Unterlagen findet, aus denen sich ergibt, dass auch der BND zum Beispiel mit libyschen Folterknechten zusammengearbeitet hat’. ...” Tsp 7.9.11 S. 2
*“Welche Daten hat denn die Schufa von mir gesammelt? / Tipps, wie Sie Informationen über Ihre Kreditwürdigkeit bekommen
... Die Daten für die ‘Kunden-Bewertung’ stammen meist von den großen Wirtschaftsauskunfteien, nicht nur die Schufa, sondern etwa auch die Creditreform oder Schimmelpfeng. Die sind ebenfalls verpflichtet, jedem Kunden, der danach fragt, einmal im Jahr gratis Auskunft zu erteilen, welche Daten über ihn erfasst sind. ...” BK 7.9.11 S. 18
*“Ein Klick mehr für den Datenschutz / Wenn auf einer Webseite ein ‘Gefällt mir’-Button eingebaut ist, speichert Facebook viele Nutzerdaten. Der Heise-Verlag bietet jetzt eine Alternative an, die dem Datenschutz gerecht wird. Facebook gefällt das nicht
... Heise jedoch hat einen eigenen Button gebaut. Der ist der Facebook-Grafik täuschend ähnlich, liegt aber auf den Heise-Rechnern. Erst bei einem zweiten Mausklick wird man mit den Facebook-Computern verbunden und setzt sich den Risiken und Nebenwirkungen aus. ...” taz 7.9.11 S. 7
*”’Neue Form von Korruption’ / ... / Auftragsforschung an Unis wird mit subtilen Mitteln vom Geldgeber beeinflusst, stellt der Politologe Thomas Kliche [Vertretungsprofessor für Bildungsmanagement an der Hochschule Magdeburg-Stendal] fest. Er fordert mehr Kontrolle [Interview]
... Was muss geschehen, damit Wissenschaftler standhaft bleiben? Transparenz ist ein wichtiger Schritt. Die Uni Köln und andere Hochschulen müssten ihre Verträge also offenlegen. ...” taz 7.9.11 S. 7
*LÄNDER
Berlin
“Geheime Mietsache [von Ulrich Paul]
... Nachdenklich stimmt, dass der Senat derzeit keine Angaben darüber macht, welche Wohnungsbaugesellschaften die Mieten um welchen Betrag erhöhen wollen. Diese Informationen müssten die landeseigenen Unternehmen eigentlich liefern können. ...” BerlZtg 7.9.11 S. 4


