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Berliner Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit

Presseübersicht

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Das privacy & information magazine “prima” wird vom Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit zusammengestellt und herausgegeben. Die regelmäßigen Ausgaben enthalten eine Übersicht von ausgewählten Berichten der Berliner und überregionalen Presse.

Ausgabe vom 29. Oktober 2012

29.10.2012

INTERNATIONAL

“Auch kostenlos kostet / Viele soziale Netzwerke wie Facebook sind gratis. Aber wer sie nutzt, zahlt trotzdem: nicht mit Geld, sondern mit Daten

...Das soziale Netzwerk soll Datenschutzversprechen gegenüber seinen Nutzern nicht eingehalten haben. Konkret geht es darum, dass Facebook mit dem Marktforscher Datalogix herausfinden will, wie viele Menschen ein Produkt kaufen, weil sie auf ihrem Profil eine Anzeige gesehen haben. ...Die einzige Möglichkeit, nicht ins Visier der Marktforscher zu geraten, sei es, der Untersuchung auf der Datalogix-Seite zu widersprechen, berichtete die ‘Financial Times’. ...” Tsp 29.10.12 S. 13

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EUROPA

“Flucht ins Land der tausend Kameras / Der Hauptverdächtige im Mordfall Jonny K. soll sich in die Türkei abgesetzt haben. Kann er dort untertauchen?

...Datenschutz, wie man ihn in Deutschland kennt, existiert in der Türkei nicht. ...Jeder, der an einem Grenzübergang einreist – was wohl der Fall sein müsste, wenn der Tatverdächtige, wie es heißt, ‘in einem Mercedes der S-Klasse’ unterwegs war – wird automatisch fotografiert. ...” MoPo 29.10.12 S. 3

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“Wirbel um griechische Steuer-CD / Chefredakteur eines Boulevard-Magazins verhaftet, weil er Namen angeblicher Steuerhinterzieher veröffentlichte.

...Neue Aufregung um eine lange verschollene Steuer-CD mit Kontodaten mutmaßlicher griechischer Steuersünder: Gestern hat die Polizei in Athen den Journalisten Kostas Vaxevanis festgenommen. Er hatte in seinem Magazin ‘Hot Doc’ vergangene Woche die Namen angeblicher Steuerhinterzieher veröffentlicht. Die Staatsanwaltschaft sieht darin einen Verstoß gegen den Datenschutz. ...” HB 29.10.12 S. 3

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DEUTSCHLAND

“Angriff aus dem Cyberspace / Computerexperten führen vor, wie einfach es ist, ein Firmen-Netzwerk zu knacken, Daten zu stehlen und PCs zu manipulieren. In der Realität finden solche Attacken täglich statt, mit enormen Schäden. Fachleute fordern einen industrieübergreifenden Schutzwall

...Zudem wehren sich Benutzer gegen rigide Sicherheitsmaßnahmen oder stecken gedankenlos USB-Sticks in ihre Rechner. Oft stehen auch Vorschriften des Persönlichkeitsschutzes der lückenlosen Kontrolle entgegen, und das Management muss mit dem Betriebsrat verhandeln, welche Apparate der Sicherheitsdienst untersuchen darf. ...” SZ 29.10.12 S. 16

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“Mehr Staat wagen, nicht viel fragen? / Josef Foschepoth deckt die Post- und Telefonüberwachung der Bonner Republik auf

...Bis Anfang der siebziger Jahre wurden nachweislich über 100 Millionen Postsendungen aus der DDR beschlagnahmt, geöffnet und größtenteils vernichtet. Hinzu kam solche Post, die in der Bundesrepublik aufgegeben wurde und nicht näher quantifizierbar ist: ‘Sie dürfte um die 100.000 Postsendungen pro Jahr, mal mehr, mal weniger, betragen haben.’ ...[‘Überwachtes Deutschland’, Verlag Vandenhoeck & Ruprecht]” FAZ 29.10.12 S. 8

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LÄNDER

Berlin

“Der gläserne Schüler kommt / Berliner Polizei und Behörden sollen Zugriff auf elektronisch gespeicherte Schul-Daten bekommen

...Der Zugang der verschiedenen Behörden zu der zentralen Schülerdatei ist unterschiedlich geregelt. So soll beispielsweise die Polizei einen aufgegriffenen Schüler durch die Datei schnell einer bestimmten Schule zuordnen können, nicht aber Einblick erhalten, ob die Eltern Sozialleistungen beziehen. ...” MoPo 29.10.12 S. 1

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“SPD-Gesundheitsexperte fordert ein neues Hygienegesetz

...die bestehende Hygieneverordnung des Landes Berlin, die erst Mitte des Jahres 2012 in Kraft getreten war, reiche offensichtlich nicht aus. Für den Bürger müsse zum Beispiel deutlich ersichtlich sein, wie gut ein Krankenhaus in Sachen Hygiene abschneide – oder wo es Mängel gebe. ...” MoPo 29.10.12 S. 10

“Nicht alle Frühgeborenenzentren legen ihre Daten offen / Überlebensquote, Infektionshäufigkeit, Ärzteempfehlung – Berliner Kliniken im Vergleich

...Zwei Drittel der Berliner Perinatalzentren haben die Hygienedaten zur Veröffentlichung freigegeben und gezeigt, dass sie eine Lehre aus dem aktuellen Fall gezogen haben: dass gerade jetzt Transparenz helfen kann, verloren gegangenes Vertrauen in die Arbeit zurückzugewinnen. ...Nun kann sich jede Mutter, jeder Vater selbst ein Bild machen, wo ihr eigenes Kind zur Welt kommen sollte.” Tsp 29.10.12 S. 12