Presseübersicht

Ausgabe vom 28. März 2012
28.03.2012INTERNATIONAL / EUROPA
“Chip für Schulschwänzer
Die Behörden der brasilianischen Stadt Vitoria da Conquista haben 20 000 Schuluniformen mit Computerchips ausgestattet, um Schulschwänzer zu entlarven. Die Eltern werden per SMS informiert, ob und wann ihre Kinder das Gebäude betreten.” BZ 28.3.12 S. 37
*“Neugierige Personalabteilungen / In Amerika wollen Unternehmen von Bewerbern deren Facebook-Passwörter wissen. Politiker zeigen sich empört.
... Es ist nach Auffassung von Rechtsexperten nicht eindeutig klar, ob die Forderung nach Passwörtern für Facebook oder andere soziale Netzwerke gegen amerikanische Bundesgesetze verstößt. Auf Ebene einzelner Bundesstaaten sind in jüngster Zeit aber einige Gesetzesvorlagen entworfen worden, die diese Praxis illegal machen würden. ...” FAZ 28.3.12 S. 16
*“USA-Reisende sind bald Daten los / EU Innenausschuss des Parlaments sagt Ja zum kontroversen Passagierdaten-Abkommen mit den USA. Das Parlament wird dem Votum wohl folgen
... Das umstrittene Abkommen zwischen den USA und der EU zur Weitergabe von Passagierdaten an die USA hat eine wichtige Hürde genommen: Gestern stimmte ihm der zuständige Innenausschuss im EU-Parlament zu. Damit gilt ein Ja im Plenum des Parlaments im kommenden Monat als weitgehend gesichert. ...” taz 28.3.12 S. 6
“Vor den USA eingeknickt [Ruth Reichstein über Europa und Weitergabe von Fluggastdaten]
... Für die EU-Bürger heißt das, dass sie sich nicht mehr auf die europäischen Datenschutzstandards verlassen können. Wer in die USA einreisen will, wird tatsächlich zum gläsernen Bürger und bekommt noch nicht einmal das Recht, sich dagegen zu wehren. ...” taz 28.3.12 S. 12
*DEUTSCHLAND
“Im Netz verfolgt / Zielgerichtete Werbung im Internet boomt – Datenschützer warnen vor der Ausbeutung der Nutzerprofile
... ‘Die Bildung umfassender Nutzungsprofile ist das größte Datenschutzproblem im Internet’, sagt der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar. Leider sei bei der Novellierung des deutschen Telekommunikationsgesetzes im Herbst 2011 versäumt worden, das aufzugreifen. ...” Tsp 28.3.12 S. 15
*“Ist etwas umsonst, sind deine Daten der Preis / Jede Information ist Geld wert: Erste Erfahrungen mit einem neuen Facebook-Spiel, das Nutzer auf die andere Seite des Datenhandels führt.
... Das Quartett aus Wien hat ‘Data Dealer’ entwickelt und Anfang der Woche in einer Beta-Version unter demo.datadealer.net veröffentlicht. ... Mit großen Augen sieht der Spieler, welche Kunden sich aus welchem Grund für bestimmte Daten interessieren, aus welchen Quellen, legalen wie illegalen, sich die Datenbank des Händlers speist, wie das Datengespinst immter dichter wird, für uns als Spieler von ‘Data Dealer’ immer lukrativer und für uns als Internetnutzer zugleich immer unheimlicher. ...” FAZ 28.3.12 S. 29
*“Soziale Netzwerke im Visier der Hacker
... Computerhacker konzentrieren sich derzeit vor allem auf soziale Netzwerke. Wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Sicherheitsbericht von IBM hervorgeht, zielen sie dort mit teilweise einfachsten Methoden darauf, Daten aller Art von Nutzern abzufassen. ...” FAZ 28.3.12 S. 15
*“Friedrich für stärkere Kontrollen im Netz
... Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat dazu aufgerufen, extremistischen Ideologien im Internet etwas entgegenzusetzen. Die Internetpropaganda von Islamisten sei ‘brandgefährlich’, sagte er bei einer Veranstaltung am Dienstag. ...” [epd] ND 28.3.12 S. 6
*LÄNDER
Berlin
“Piraten fordern mehr Informationen zu Klinik-Keimen / Zehn Mal infizierten sich Patienten in Berlin mit gefährlichen Bakterien. Doch Details bleiben geheim
Unter Verschluss gehaltene Risikodaten zu gefährlichen Infektionsfällen in Berliner Krankenhäusern sollten offengelegt werden. Das fordert die Piratenfraktion im Abgeordnetenhaus, nachdem entsprechende Vorfälle bekannt geworden sind. ...” Tsp 28.3.12 S. 8
*“Verbraucherschützer klagten gegen Facebook
Das soziale Netzwerk Facebook darf nicht mit Hilfe einer Funktion ‘Freunde finder’ seine Nutzer dazu bringen, ihre vollständigen E-Mail-Adresslisten in das Netzwerk zu kopieren, ohne sie darüber aufzuklären, dass alle Kontakte Einladungs-E-Mails erhalten. Das entschied das Landgericht Berlin am 6. März 2012 (Az. 16 O 551/10). ...” ND 28.3.12 Ratgeber S. 7


