Presseübersicht

Ausgabe vom 2. April 2012
02.04.2012INTERNATIONAL
“Hackerangriff über Taxirechnung / Visa, AmericanExpress, MasterCard in USA betroffen
...Ausgangspunkt ist eine Hacker-Attacke auf den Zahlungsdienstleister Global Payments, der mit den Kartenausgebern zusammenarbeitet. ...Nach Angaben der Analystin Avivah Litan vom IT-Beratungsunternehmen Gartner wurden die Kreditkartennummern offenbar über einen Hackerangriff auf ein New Yorker Taxiunternehmen gestohlen. ...” [Reuters, AFP] BerlZtg 2.4.12 S. 10
*EUROPA / DEUTSCHLAND
“Schweiz wirft NRW Spionage vor / Die helvetische Bundesanwaltschaft erlässt Haftbefehl gegen Steuerbeamte und löst damit einen Sturm der Entrüstung aus.
Der Steuerstreit zwischen Deutschland und der Schweiz ist am Wochenende eskaliert. Auslöser sind die Ermittlungen der Schweizer Bundesanwaltschaft, die gegen drei Steuerfahnder des Landes Nordrhein-Westfalen Haftbefehl wegen des Verdachts der Spionage erlassen hat. Die Landesbeamten waren am Kauf von Daten-CDs von Bankkunden der Credit Suisse im Februar 2010 beteiligt. ...” HB 2.4.12 S. 4
” Steuerstreit / Der Wortkarge Herr Schäuble [Kommentar von Thomas Sigmund]
...Vor allem wird sich die Empörung in Berlin von Opposition und Steuergewerkschaft bald als Rohrkrepierer herausstellen, da das Schweizer Recht den Ankauf der Steuer-CDs eben unter Strafe stellt – und das nicht erst seit gestern. ...Die Schweizer Banken wollen die Daten ihrer Kunden schützen und das Kontogeheimnis wahren. ...” HB 2.4.12 S. 11
“Minister / ‘Die Fahnder verstehen die Welt nicht mehr’ [Interview mit Norbert Walter-Borjans, SPD-Finanzminister in NRW]
...Insider behaupten, die damalige Düsseldorfer Landesregierung habe die Daten nicht nur gekauft, sondern den Klau der Daten und deren Vermittlung initiiert. ...Es gibt keinerlei Anweisung, auf diese Art an Daten heranzukommen. Wir bekommen Daten angeboten und überprüfen sie auf ihre Substanz und Werthaltigkeit. ...” BerlZtg 2.4.12 S. 2
*“Wie sicher ist Online-Banking? / Ob iTAN, mTAN, chipTAN oder HBCI: Kein Verfahren it so gut, dass Verbraucher blind vertrauen könnten
...5331 Betrugsfälle registrierte das Bundeskriminalamt im Jahr 2010. ...In der Regel verschaffen sich die Betrüger TANs mittlerweile jedoch weniger durch Einbrüche denn durch fingierte Mails, in denen sie vertrauliche Daten von Bankkunden erfragen – um anschließend deren Konten zu plündern. ...” Welt 2.4.12 S. 16
*“Schimpfen und jammern / Das Urheberrecht ist zum öffentlichen Kampffeld geworden [Kommentar von Sophie Crocoll]
...kostenlose Raubkopien im Netz sind genauso wenig umsonst wie kostenlose Suchmaschinen und kostenlose soziale Netzwerke. Man zahlt mit jener Währung, die zum Gold des Internets wurde: mit seinen Daten. ...” SZ 2.4.12 S. 17
*LÄNDER
Nordrhein-Westfalen
“Diesmal wohl der Richtige / 18-Jähriger gesteht, das elfjährige Mädchen in Emden umgebracht zu haben. Nach Lynchaufruf im Internet gegen den zuerst Verdächtigten gibt es Kritik an der Polizei
...Ein Zuschauer hatte fotografiert, wie der Jugendliche am Dienstagabend in Handschellen aus dem Haus seines Vaters abgeführt wurde, und die Bilder bei Facebook eingestellt. Ein 18-Jähriger rief daraufhin über Facebook dazu auf, die Polizeiwache zu stürmen und den angeblichen Mörder herauszuholen. ...” taz 2.4.12 S. 7
*Hamburg
“Patientendaten als Sperrmüll entsorgt / Der Klinikkonzern Asklepios wirft in Hamburg sensible Krankenakten in den Abfallcontainer. Die taz stellt die Akten sicher und informiert Datenschützer. Ermittelt wird aber nur gegen den Reporter
...Hinweise auf Ehestreitigkeiten finden sich genauso in den Notfallberichten wie pikante Atteste in der Korrespondenz mit den Krankenkassen, aus der man etwa erfährt, dass ein Patient aus der Nähe von Hamburg unter einer ‘affektiven Psychose’ leide. ...Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar, dem die taz die Akten umgehend übergab, zeigte sich über den Sperrmüllfund fassungslos: ‘Patientenakten im Müll sind einer der größten anzunehmenden Unfälle für eine Klinik.’... taz 2.4.12 S. 7
*Berlin
“Verdächtiger in Untersuchungshaft / Mutmaßlicher Täter im Fall des missbrauchten Mädchens soll per DNA-Analyse überführt werden
...Klar ist jedoch, wie die Ermittler dem Verdächtigen auf die Spur kamen: Per Funkzellenabfrage (FZA) ermittelten sie Handynummer und Personalien des Verdächtigen. ...Da dabei immer auch die Daten Unbeteiligter erhoben werden, steht insbesondere in der Kritik, wenn Handydaten massenhaft erhoben werden. ...” taz 2.4.12 S. 21
Ausgabe vom 1. April 2012
02.04.2012Keine Ausgabe.
Ausgabe vom 31. März 2012
02.04.2012Keine Ausgabe.


