Presseübersicht

Ausgabe vom 24. April 2012
24.04.2012INTERNATIONAL
“Abschotten und säubern / Staatlich gelenktes Internet in Iran nimmt Formen an
...Anfang April sorgte der iranische Telekommunikationsminister Reza Taghipour mit der Erklärung für Aufsehen, bis September werde die Trennung zwischen dem globalen und dem ‘nationalen’ Netz vollzogen sein. So will das Regime neben der Zensur nach außen auch bessere Kontrolle des virtuellen Austauschs daheim erreichen. ...” FAZ 24.4.12 S. 29
*“Internetattacke auf iranische Ölindustrie
...Die Behörden untersuchten eine Internetattacke auf das wichtigste Ölexport-Terminal des Landes, hieß es am Montag in Branchenkreisen. Der Nachrichtenagentur Mehr zufolge schlug der Computervirus am Sonntagabend zu. ...[Reuters]” BerlZtg 24.4.12 S. 6
*“Sanktionen gegen Schnüffler / Obama will Unterdrückung durch Technologie verhindern
Die USA wollen künftig gegen ausländische Behörden, Unternehmen und Personen vorgehen, die mit Satelliten-Technologie und Internetkontrollen diktatorische Regime bei der Unterdrückung ihrer Bevölkerung unterstützen. ...Obama erklärte, die neuen Maßnahmen sollen helfen, dass moderne Kommunikationstechnologien und soziale Medien ‘die Bürger ermächtigen’ und nicht zu ihrer Unterdrückung dienen. ...” SZ 24.4.12 S. 8
*“Facebook fragt die Nutzer
Facebook will den aus Datenschutzgründen umstrittenen Entwurf für seine neuen Nutzungsbedingungen überarbeiten. ...Facebook wies nur einen Bruchteil seiner 845 Millionen Mitglieder aktiv auf die neuen Vorschläge hin: Sie werden lediglich auf die Seite ‘Facebook Site Governance’ veröffentlicht. ...[dpa]” SZ 24.4.12 S. 21
*EUROPA / DEUTSCHLAND
“Vorratsdaten: Regierung will informieren
Die Bundesregierung will die EU-Kommission in dieser Woche über ihr weiteres Vorgehen bei der Neuregelung der Vorratsdatenspeicherung informieren. ...Zuvor hatte die Bild-Zeitung berichtet, die Regierung wolle vorerst auf die von der EU geforderte Regelung verzichten. ...” ND 24.4.12 S. 6
*“Milliardenschäden durch Industriespionage
Mit immer aggressiveren Methoden ergaunern sich Hacker sensible Daten von Unternehmen und sorgen für enorme Schäden. ‘Vorsichtig berechnet beläuft sich die Gesamtsumme des finanziellen Schadens deutscher Unternehmen durch Industriespionage auf insgesamt 4,2 Milliarden Euro pro Jahr’, sagte Christian Schaaf, Geschäftsführer der Sicherheitsberatungsfirma Corporate Trust, bei der Vorstellung der Studie ‘Industriespionage 2012’. ...” BerlZtg 24.4.12 S. 10
*“Der Täter könnte sie verklagen / Kritik an Sportstar Ariane Friedrich – sie hatte einen Stalker im Internet an den Pranger gestellt. Durfte sie so weit gehen?
...Die 28-Jährige hatte Name und Wohnort eines Stalkers auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht, nachdem dieser ihr eine extrem obszöne Mail geschickt hatte. ...’Ich halte die Idee, Täter öffentlich an den Pranger zu stellen, für falsch, weil durch eine solche Veröffentlichung leichtfertig ein ganzes Leben zerstört werden kann’, sagte Arthur-Axel Wandtke von der Berliner Humboldt-Universität. ...” Tsp 24.4.12 S. 28
*LÄNDER
Berlin
“Die größte Gefahr ist der Nutzer selbst / Viele Menschen verlagern ihre Computernutzung auf mobile Geräte wie Tablets oder Smartphones. Das stellte hohe Anforderungen an die Sicherheit. Die Deutsche Telekom setzt bei diesem Thema auf eine Partnerschaft mit einen jungen Unternehmen aus Amerika
...’Unsere Partnerschaft ist strategisch ausgerichtet, möglicherweise ist es die strategischste, die Lookout jemals eingegangen ist’, sagt John Hering [Gründer und Vorstand von Lookout Inc.]. Nach seinen Angaben wird Lookout gemeinsam mit der Telekom in Berlin eine Entwicklungsabteilung einrichten, in der an neuen Produkten zum Thema Datenschutz und Gerätegesundheit geforscht werden soll. ...” FAZ 24.4.12 S. 12
*“Alles unter Kontrolle / Die Kriminalstatistik für 2011 zeigt eine Zunahme von Straftaten. Innensenator Frank Henkel hält Berlin dennoch für eine sichere Stadt. Früher klang das ganz anders
...Als die von Rot-Schwarz geplante längere Speicherung der Videoaufnahmen von U-Bahnhöfen zur Abstimmung stand, waren die Fronten wieder klar. Schon im rot-roten Senat hatte die SPD durchgesetzt, die von den Überwachungskameras aufgezeichneten Filme nicht mehr 24, sondern 48 Stunden lang zu speichern. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit hatte nach mehreren brutalen Angriffen in U-Bahnhöfen darauf gedrungen – gegen den Willen seines Innensenators Körting und des Datenschutzbeauftragten. ...” Tsp 24.4.12 S. 22


