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Berliner Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit

Presseübersicht

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Das privacy & information magazine “prima” wird vom Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit zusammengestellt und herausgegeben. Die regelmäßigen Ausgaben enthalten eine Übersicht von ausgewählten Berichten der Berliner und überregionalen Presse.

Ausgabe vom 22. Mai 2012

22.05.2012

INTERNATIONAL

“Auf Jagd im Datendschungel / Ob Tierfreunde oder BMW-Fahrer: In den USA umwerben die Parteien per ‘Microtargeting’ kleinste Wählergruppen

...Im Polit-Marketing wissen sie dank der gewaltigen elektronischen Datenspur, die jeder Amerikaner hinterlässt ziemlich genau, wen sie ansprechen sollten. ...Aus der Kombination einer Fülle solcher Daten (die zum Beispiel von Kreditkarten-Firmen kommerziell vertrieben werden) können die Wahlstrategen beider Lager inzwischen punktgenau ihre Zielgruppen definieren: ...” SZ 22.5.12 S. 8

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DEUTSCHLAND

“Bürgerrechtler warnen vor Facebook / Grundrechtereport vorgelegt

...Weitere Schwerpunkte des diesjährigen Reports sind die Freiheit im Internet etwa mit Blick auf das soziale Netzwerk Facebook und das Sammeln von Daten in der Wirtschaft. [Der frühere Bundesverfassungsrichter Winfried] Hassemer fordert deshalb, das Konzept der informationellen Selbstbestimmung weiterzuentwickeln. [dapd, AFP]” BerlZtg 22.5.12 S. 5

“Lange Mängelliste / Grundrechte-Report fordert Hilfe für sozial Schwache

...Wie jedes Jahr seien Auswüchse der Terrorismusbekämpfung zu beklagen, zum Beispiel die Videoüberwachung von Demonstrationen und die Bespitzelung etwa der ‘Blockupy’-Demonstranten, die Bewaffnung und die Datensammelwut der Polizei. ...[Die frühere Bundesjustizministerin Herta] Däubler-Gmelin thematisierte außerdem den immer wieder im Report erwähnten Datenschutz: Nicht nur der Staat dringe immer stärker ins Private ein, sondern auch die Wirtschaft – mit der Besonderheit, dass die Bürger vielfach ihre Daten aufgrund von Verlockungen wie Kundenkarten freiwillig zur Verfügung stellten. ...” SZ 22.5.12 S. 6

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“Weiter Streit über Vorratsdaten

...[Bundesinnenminister] Friedrich bietet an, gemeinsam für eine kürzere Speicherfrist in Brüssel einzutreten. Schließlich verzichtet Friedrich auf frühere Forderungen: ‘Alle Regelungen aus den bisher zwischen unseren Häusern ausgetauschten Entwürfen, die nicht der unmittelbaren Umsetzung der Richtlinie oder des Urteils des Bundesverfassungsgerichtes dienen, habe ich aus dem Entwurf gestrichen.’” FAZ 22.5.12 S. 4

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“Leben nach Zahlen / Anhänger der ‘Quantified Self’-Bewegung vermessen sich selbst und streben nach der Optimierung ihres Körpers

...Menschen, die sich für Fitness, Gesundheit oder Technik interessieren, teilen eine Leidenschaft: Die analytische Betrachtung von sich selbst. Ausgewählte Körperfunktionen werden täglich gemessen, die Daten gespeichert und später ausgewertet. ...Datenschutz ist eines der größten Probleme des ‘Quantified Self’-Trends: Denn was mit den gespeicherten Informationen passiert, das wissen die Nutzer selbst nicht genau. ...” FR 22.5.12 S. D8

”’Bei kranken Menschen kann das gefährlich sein’ / Mediziner Tobias Neisecke sieht die Begeisterung für des Selbstvermessen kritisch [Interview]

...Wie steht es hierbei um den Datenschutz? Patientendaten sind eines der besten geschützten Güter – jetzt stellen Menschen sie einfach ins Netz. ...Jedem sollte klar sein: Wer seine Daten hochlädt, hat keine Macht mehr über sie. ...” FR 22.5.12 S. D8

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“Der Spion in der Hosentasche / Wie Handys zur Überwachung gebraucht und missbraucht werden

...Das Programm FlexiSpy ist völlig legal erhältlich (kostet in der Vollversion 150 Euro), wird per SMS, Speicherkarte oder Bluetooth auf dem Mobiltelefon des Opfers installiert. ...So ruft es bei jeder gewählten Rufnummer automatisch das Handy des Spions an, so dass der die Gespräche mithören kann. ...” BK 22.5.12 S. 30

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“SPD lehnt Kulturflatrate ab

In der Debatte um eine Reform des Urheberrechts lehnt die SPD-Bundestagsfraktion eine pauschale Kulturflatrate ab. ...Internetsperren für Privatpersonen, die bei illegalen Downloads erwischt werden, will die SPD-Fraktion keinesfalls mittragen. ...SZ 22.5.12 S. 6

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LÄNDER

Bayern

“Keine Spur nach DNS-Massentest

...Knapp ein Jahr nach dem größten DNS-Massenspeicheltest der Münchner Kriminalgeschichte blieben die bisher genommenen 1500 Proben ohne Treffer. In den kommenden Wochen will die Polizei die übrigen 250 Personen kontaktieren, die ihre Probe noch nicht abgegeben haben. ...” SZ 22.5.12 S. 30