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Berliner Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit

Presseübersicht

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Das privacy & information magazine “prima” wird vom Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit zusammengestellt und herausgegeben. Die regelmäßigen Ausgaben enthalten eine Übersicht von ausgewählten Berichten der Berliner und überregionalen Presse.

Ausgabe vom 26. Juni 2012

26.06.2012

INTERNATIONAL

“Assange will Garantien für Nicht-Verfolgung

Wikileaks-Mitbegründer Julian Assange hat diplomatische Garantien dafür gefordert, dass ihm bei einer Auslieferung von Großbritannien an Schweden nicht in einem zweiten Schritt der Prozess in den USA gemacht wird. ... Dort dürfte er wegen der Enthüllungen durch die Website Wikileaks verfolgt werden.” [AFP] ND 26.6.12 S. 8

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“Achtung, Glücksspiel / Microsoft blockiert eine unliebsame Spendenseite

... Nutzt man beim Surfen im Netz jedoch ein spezielles Programm des kommerziellen Softwarekonzerns Microsoft, ist die Spendenseite ‘donate.fsf.org’ nicht zu erreichen: ‘Forefront Threat Management Gateway’ soll Unternehmensnetzwerke, mit den Worten Microsofts, ‘vor zahlreichen internetbasierten Bedrohungen’ schützen. ... Es käme zu passender Zeit, schließlich führt die Free Software Foundation gerade eine Kampagne gegen Microsoft – gegen die Vorgabe, dass Computerhersteller nur dann ihre Produkte damit bewerben dürfen, kompatibel mit dem kommenden Betriebssystem Windows 8 zu sein, wenn sie eine sogenannte ‘Secure Boot’-Funktion vorinstallieren, die den Computer daran hindert, während des Hochfahrens unautorisierte Programme zu laden. ...” FAZ 26.6.12 S. 31

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“Die schnüffelnden Supercomputer / Rechenboliden für ‘Big Data’ durchstöbern die sozialen Netzwerke / Versicherung nutzt Facebook-Daten

... Denn eine Versicherung lässt beispielsweise täglich zwölf Terabyte Daten, die von den Nutzern auf Twitter als Kurznachrichten erzeugt werden sowie weitere 1,5 Exabyte solcher Daten von Facebook auswerten. Dabei werden zunächst Nachrichteninhalte beispielsweise über die Geburt eines Kindes und Bilder der Neugeborenen gesucht, die Eltern identifiziert und ihr – teilweise etwas länger zurückliegendes – Kommunikationsverhalten in den entsprechenden Netzwerken auf Muster hin untersucht. ...” FAZ 26.6.12 S. T2

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“Facebook-Daten

Das ist doch mal eine beruhigende Nachricht: Facebook verkauft seinen Werbekunden keine Informationen, mit denen das Unternehmen die Identität seiner Nutzer preisgäbe. ... Zielten die meisten Bemühungen bisher darauf ab, die Werbung auf Facebook durch den Rückgriff auf die Daten des einzelnen Nutzers zu optimieren, sind es erstmals diese Daten, die anderswo im Internet, außerhalb von Facebook, eingesetzt werden, um den Nutzer seinen Konsuminteressen gemäß zu umwerben. ...” FAZ 26.6.12 S. 31

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DEUTSCHLAND

“Aus dem Staub / Arbeitsagenturen wollen ihre Akten nur noch elektronisch führen

... Deshalb werden von Juli bis November auch die Arbeitsagenturen in anderen Bundesländern die e-Akte einführen. ... Dann werden die elektronischen Dokumente per Datenleitung direkt an den Arbeitsplatz des zuständigen Mitarbeiters der Arbeitsagentur übertragen, alles offenbar datenschutzrechtlich korrekt. ...” SZ 26.6.12 S. 1

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“E-Mails zeigen weltweite Wanderung

... Der MPI-Forscher [Emilio Zagheni] wertete gemeinsam mit einem Yahoo-Experten den E-Mail-Verkehr von 43 Millionen Benutzerkonten des Internetdienstleisters aus. Für zwischen September 2009 und Juni 2011 geschriebene Mails wurden der Wohnort des Absenders, Geburtstag und Geschlecht aus der IP-Adresse und dem Benutzerkonto verwendet. Die Forscher arbeiteten nach eigenen Angaben ausschließlich mit anonymisierten Daten und konnten weder den Autor einer Nachricht noch deren Inhalt erkennen. ...” [AFP] Tsp 26.6.12 S. 17

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“Kinderpass jetzt Pflicht / Für Auslandsreisen eigenes Ausweisdokument vorgeschrieben [von Steffen Hebestreit]

Von diesem Dienstag an benötigen alle Kinder in Deutschland von Geburt an einen eigenen Reisepass oder Personalausweis, wenn sie ins Ausland reisen wollen. ... Welche Unterlagen brauche ich, um einen Kinderreisepass zu beantragen? Eine Geburtsurkunde, ein aktuelles biometrisches Passbild des Kindes sowie den Personalausweis oder Reisepass des Partners und eine Einverständniserklärung des anderen Elternteils – denn Eltern dürfen nur gemeinsam einen Kinderreisepass beantragen. ...” BerlZtg 26.6.12 S. 6

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LÄNDER

Bayern

“Auch das noch / Wer EC-Karte und PIN am selben Ort aufbewahrt, zahlt den Schaden

... Wird gleich nach dem Diebstahl einer EC-Karte damit Geld abgehoben, hat der Bestohlene wohl leichtsinnigerweise Karte und Geheimnummer zusammen aufbewahrt – vermuten die Richter. ... Das vorgetragene Argument von den ‘Sicherheitslücken bei den Banken’ ließ das [Amtsgericht München] nicht gelten (Az. 233 C 3757/11).” BK 26.6.12 S. 17

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Hessen

“Kamera soll Taxifahrer schützen / Bilder der Kunden könnten 24 Stunden gespeichert werden, um Räuber abzuschrecken

... Einig sind sich beide Seiten darüber, dass die Bilder verpixelt oder anderweitig verschlüsselt und nach 24 Stunden gelöscht werden, falls die Beförderung von A nach B friedlich und ohne Zwischenfälle verlaufen ist. Falls es Probleme gegeben hat, sollen nach dem Vier-Augen-Prinzip, wie beim Öffnen eines Bankschließfaches, Polizei oder Ordnungsbehörde gemeinsam mit einem Vertreter der Taxi-Seite die Bilder entschlüsseln und damit den Fahrgast enttarnen. ...” FR 26.6.12 S. D1

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Berlin

“Kinderschutz: Berliner Bezirke fühlen sich überfordert / Gesundheitsdienste schaffen nicht alle notwendigen Hausbesuche und fordern mehr Personal

... In den vergangenen zwei Jahren mussten die Mitarbeiter dieses Zentrums [der Zentralen Stelle für Einladungs- und Rückmeldewesen] 141.000 Mahnungen an Eltern verschicken, die Vorsorgeuntersuchungen ihrer Kinder versäumt hatten. ... Darüber hinaus meldeten die Mitarbeiter der Zentralen Stelle knapp 70.000 Familien, die sich trotz der Einladung nicht beim Kinderarzt vorgestellt haben, an die Kinder- und Jugendgesundheitsdienste (KJGD) der Bezirke. ... Durch Abgleich mit den Daten des Berliner Melderegisters lässt sich den Angaben zufolge feststellen, welche Kinder nicht bei einer Untersuchung waren.” MoPo 26.6.12 S. 1