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Berliner Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit

Presseübersicht

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Das privacy & information magazine “prima” wird vom Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit zusammengestellt und herausgegeben. Die regelmäßigen Ausgaben enthalten eine Übersicht von ausgewählten Berichten der Berliner und überregionalen Presse.

Ausgabe vom 5. Juni 2012

05.06.2012

INTERNATIONAL

“340 Sextillionen Adressen möglich / Provider führen neuen Internetstandard ein

In dieser Woche ändert sich die Architektur des Internets: Am Mittwoch schalten viele Provider, Webseitenbetreiber und Gerätehersteller dauerhaft den neuen Standard für IP-Adressen IPv6 ein. ...Eine ‘Privacy Extensions’ genannte Funktion weist einem Gerät jedoch bei Bedarf weitere Adressen zu, die jeweils nur einen Tag lang gültig seien. ...[dapd]” BerlZtg 5.6.12 S. 30

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“Googles Tanz mit den chinesischen Zensoren / Vor blockierten Suchbegriffen wird nun schon beim Eintippen des Wortes gewarnt

...Es ist ein Tanz mit den Zensoren. Alle Begründungen sind deshalb auch rein technischer Natur: Google wolle vor allem den Umgang mit der Suchmaschine verbessern und ärgerliche Unterbrechungen verhindern, schreibt Google-Vice President Alan Eustace in dem Blogeintrag. ...” FAZ 5.6.12 S. 13

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“Der Sicherheitswächter von Facebook / Joe Sullivan sorgt für die Sicherheit im größten sozialen Netzwerk der Welt. Bei seiner Arbeit setzt er auf die Zusammenarbeit mit Nutzern – und wehrt sich gegen Überwachungsversuche

...’Wenn Strafverfolgungsbehörden zu uns kommen und einen geringeren Standard einfordern, dann geben wir ihnen eine E-Mail-Adresse und eine IP-Adresse heraus.’ In jedem Zusammenhang, der darüber hinausgeht, gelte: ‘Wenn Strafverfolgungsbehörden eine seriöse Auskunft über die Kommunikation von bestimmten Nutzern haben wollen, müssen sie den Rechtsweg im jeweiligen Land beschreiten. ...” FAZ 5.6.12 S. 12

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“Facebook will nun auch Kinder ködern

Auf der Suche nach neuen Nutzern entwickelt das soziale Online-Netzwerk Facebook nach Informationen des ‘Wall Street Journal’ einen speziellen Zugang für Kinder. ...Verbraucherschützer schätzen, dass 7,5 Millionen Kinder unter der Altersgrenze bei dem Netzwerk aktiv sind. Für Facebook ist das ein Problem, da für unter 13-Jährige in den USA ein besonders scharfer Datenschutz gilt. ...[afp]” HB 5.6.12 S. 4

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EUROPA

“Elektronischer Personalausweis auch fürs Ausland

...EU-Digitalkommissarin Neelie Kroes präsentierte am Montag in Brüssel diesen Vorschlag, um den Ausweis mit Chipkarte grenzüberschreitend zu nutzen. ‘Durch die gegenseitige Anerkennung nationaler elektronischer Ausweise können wir Millionen von Unternehmen und noch mehr Bürgern das Leben erleichtern’, sagte Kroes. ...[dpa]” MoPo 5.6.12 S. 2

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“Vorratsdatenspeicherung / Staatsrechtler: ‘Wenn es anfängt, Geld zu kosten, wird es ernst’ [Interview mit Michael Brenner, Professor für deutsches und europäisches Verfassungs- und Verwaltungsrecht in Jena]

...Der Streit um die Vorratsdatenspeicherung ist voll in der politischen Sphäre gelandet und damit mehr als eine bloß rechtliche Streitigkeit. Denn Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger lehnt nicht einzelne Punkte der Richtlinie ab, sondern das gesamte Vorhaben. ...” Tsp 5.6.12 S. 2

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DEUTSCHLAND

“Die Grenzen des Privatkopierens [Von Marie Katharina Wagner]

Alle Parteien machen sich Gedanken über den Schutz der Urheberrechte im Netz und über neue Bezahlmodelle. Die Piraten auch: mit einem wirren Online-Dialog. ...Ohnehin gleichen sich einige Forderungen der Parteien bis aufs Wort: Alle setzen sich für einen ‘gerechten Ausgleich der Interessen’ von Urhebern, Verwertern und Nutzern ein; alle wenden sich gegen den ‘Abmahnwahn’ der Kanzleien sowie das Sanktionsmittel der Internetsperren, niemand zweifelt das Recht auf die digitale Privatkopie an. ...” FAZ 5.6.12 S. 4

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“Freundschaft gegen Werbung / Verbraucherschützer warnen vor Verlosungen bei Facebook

...Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat sich nun auf den Fanseiten der Konzerne umgetan und spricht eine Warnung aus. ...Die Verbraucherschützer argwöhnen, hier sollen Daten abgeschöpft werden. ...” SZ 5.6.12 S. 26