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Berliner Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit

Presseübersicht

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Das privacy & information magazine “prima” wird vom Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit zusammengestellt und herausgegeben. Die regelmäßigen Ausgaben enthalten eine Übersicht von ausgewählten Berichten der Berliner und überregionalen Presse.

Ausgabe vom 7. Juni 2012

07.06.2012

INTERNATIONAL / EUROPA

“Google warnt vor staatlichen Angriffen

Google hat ein neues Alarmsystem eingeführt, um die Nutzer seiner Onlinedienste vor möglichen Angriffen staatlicher Stellen auf ihre Nutzerkonten zu warnen. Künftig würden bei entsprechendem Verdacht deutliche Warnhinweise eingeblendet, wenn sich ein Nutzer bei Google anmeldet, teilte Google-Sicherheitsexperte Eric Grosse am Dienstag mit. ...” ND 7.6.12 S. 9

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“Geringe Beteiligung

Nur 0,02 Prozent der Facebook-Nutzer hatten bis gestern Mittag über die neuen Datenschutzrichtlinien des sozialen Netzwerkes abgestimmt. Damit hat die noch bis morgen laufende Online-Abstimmung wohl keine Chance mehr, ein verbindliches Ergebnis hervorzubringen. ...” BZ 7.6.12 S. 41

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“LinkedIn-Passwörter in Foren veröffentlicht

In einschlägigen Internet-Foren kursiert derzeit eine Liste mit über 6 Millionen Passwort-Hashes, die angeblich von LinkedIn stammen. ...Es empfiehlt sich, jetzt sofort das eigene LinkedIn-Passwort zu ändern. ...” MoPo 7.6.12 S. 9

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“Fantasielos bis fahrlässig / Eine Studie der Universität Cambridge hat weltweit 70 Millionen Passwörter analysiert / Am sichersten sind, wenig überraschend, die Passwörter der Deutschen

...[Der Computerwissenschaftler von der Universität Cambridge, Joseph] Bonneau kann jetzt bei den Deutschen eine alltägliche Beobachtung zum Unterschied zwischen den Generationen beweisen: Es ist die Gruppe der über 55-Jährigen, die am entschlossensten die Vorhänge zuzieht vor persönlichen Informationen und Daten am pingeligsten im Web zwischen Mein und Dein unterscheidet: Die Accounts von über 55-jährigen Deutschen sind in der Regel nur mit hochgeschraubtem Aufwand zu knacken. ...” Welt 7.6.12 S. 23

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DEUTSCHLAND

“Schufa will Privat-Daten im Netz verfolgen / Mit der Postdamer Uni plant die Auskunftei eine Auswertung von Facebook und Co.

Die Schufa, Deutschlands bekannteste Auskunftei, plant, in großem Umfang Daten aus dem Internet zu sammeln und für Bonitätsprüfungen von Verbrauchern zu nutzen. Nach Recherchen von NDR Info und der ‘Welt’ lässt das Unternehmen dafür an der Universität Potsdam Projektideen entwickeln, wie soziale Netzwerke wie Facebook, Geodatendienste wie Google Street View oder Mitarbeiterverzeichnisse von Unternehmen für die Schufa nach personenrelevanten Daten durchsucht werden können. ...” Welt 7.6.12 S. 13

“Tretminen im Internet / Auskunfteien sollten nicht Nutzerdaten nach Belieben auswerten dürfen [Kommentar]

...Die größte der Auskunfteien will abspeichern, welche Immobilien sich ein Nutzer im Internet betrachtet, ob und wie er ein soziales Netzwerk nutzt und welche Urlaubsreisen er bucht. Diese Datensammlung kann dazu führen, dass beispielsweise ein Immobilienkredit urplötzlich teurer werden könnte, weil die Bonität des Kreditnehmers heruntergestuft wird. ...” Welt 7.6.12 S. 3

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“Drohneneinsätze genehmigt

Im deutschen Luftraum sind einem Zeitungsbericht zufolge in den vergangenen zwei Jahren 500 Drohneneinsätze beantragt und meist auch genehmigt worden. Unbemannte Flugzeuge werden sowohl von der Bundespolizei, als auch in einzelnen Bundesländern zur ‘Überwachung und Aufklärung’ sowie zur ‘gezielten Personensuche’ eingesetzt, wie die Wochenzeitung ‘Der Freitag’ in ihrer neuen Ausgabe unter Berufung auf einen Bericht des Bundesinnenministeriums berichtet. ...” ND 7.6.12 S. 6

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“Comic-Verlag gehackt

Hacker haben die Website des Donald-Duck-Verlags Ehapa geknackt. Rund 24 000 Datensätze von Nutzern der Seite lustiges-taschenbuch.de einschließlich deren Passwörtern wurden durch den Angriff gestohlen. ...” BZ 7.6.12. S. 41

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”’Verschlusssache – Geheim’

...Der Abgeordnete der Bundestags-Linksfraktion Andrej Hunko hat die Bundesregierung gefragt: ’ Über welche Technik verfügen Bundesbehörden zum Auslesen von Daten von Mobiltelefonen (etwa Anruflisten, Fotos, Videos, SMS-Nachrichten, E-Mails, Social Networking Daten, persönliche Daten)... und in welchem Umfang wird von derartigen forensischen Werkzeugen Gebrauch gemacht, um Daten (auch von geblockten SIM-Karten) zur Strafverfolgung oder für geheimdienstliche Zwecke zu kopieren?’ ...Zwar sei der parlamentarische Informationsanspruch grundsätzlich auf die Beantwortung gestellter Fragen in der Öffentlichkeit angelegt’, doch sei eine spezifizierte Darstellung der Technik öffentlich nicht möglich, sondern eingestuft als ‘Verschlusssache – Geheim’. ...” ND 7.6.12 S. 6

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LÄNDER

Sachsen

“Der praktische § 129 / Sachsens Handygate: Justiz gibt Rückendeckung bei Bespitzelung von Antifaschisten

Das Amtsgericht Dresden hat erklärt, dass die Abfrage von mehr als einer Millionen Handyverkehrsdaten samt 320 000 Rufnummern während einer Anti-Nazi-Demo 2011 erlaubt war. Nicht einmal eine Bundestagsvizepräsidentin kann dagegen Rechtsschutz in Anspruch nehmen. ...” ND 7.6.12 S. 6