Presseübersicht

Ausgabe vom 30. Juli 2012
30.07.2012INTERNATIONAL
“Hacker / Daten von Millionen Mobilfunkkunden gestohlen
In Südkorea sind zwei Hacker festgenommen worden, die Daten von 8,7 Millionen Mobilfunkkunden [der Firma KT] gestohlen haben sollen. ...Demnach wurden seit Februar Kundendaten wie Namen, Telefon- und Registrierungsnummern gestohlen und an Telemarketingfirmen weiter verkauft. ...” Welt 30.7.12 S. 10
*DEUTSCHLAND
”’Menschlich unanständig’ / Widerstand gegen Rauswurf des Bundespolizeipräsidenten
...Grund für die Ablösung von Seeger und seinen Stellvertretern war offenbar der Widerstand der bisherigen Polizeispitze gegen Reformpläne des Innenministeriums. Seeger hatte sich öffentlich dem Vorhaben einer Zusammenlegung von Bundespolizei und Bundeskriminalamt (BKA) widersetzt. ...” BerlZtg 30.7.12 S. 5
“Friedrichs Prioritäten [von Christian Bommarius]
...Das Versagen des Bundesamtes für Verfassungsschutz ist mittlerweile sogar legendär – sein Präsident, Heinz Fromm, hat für Ende Juli um seine Versetzung in den vorzeitigen Ruhestand ersucht. Über gravierendes Versagen der Bundespolizei hingegen ist seit Jahren nichts bekannt geworden – aber nicht nur ihr Chef, sondern ihre gesamte Führungsspitze wird jetzt vom Bundesinnenministerium öffentlich davongejagt, als hätte sie Dienstgeheimnisse meistbietend an die Mafia verhökert oder islamistischen Terroristen an den Grenzen einen roten Teppich ausgelegt. ...” BerlZtg 30.7.12 S. 4
*“Kabinett beschließt Krebsregister
Behandlungsdaten von Krebspatienten sollen bundesweit nach einheitlichen Standards registriert werden. Die Bundesregierung will das entsprechende Krebsregistergesetz in der Sommerpause auf den Weg bringen: ‘Das Bundeskabinett wird den Entwurf am 22. August beschließen’, sagte Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) der ‘Bild am Sonntag’. ...” ND 30.7.12 S. 9
*“Vorname, Nachname, Anschrift, Preis / Ich will nicht zum Geld anderer werden [von Robert Leicht]
...die Sache mit dem neuen Meldegesetz. ...Es müsste doch völlig klar sein, dass der Staat persönliche Daten, die er aufgrund eines gesetzlichen Zwanges von seinen Bürgern hoheitlich einholt, in keinem Fall der kommerziellen Verwendung durch Dritte zuführen darf, womit er sich möglicherweise auch noch Zusatzeinnahmen jenseits des Steueraufkommens erwirbt. Meine Daten zu anderer Leute Geld zu machen – das steht dem Staat einfach nicht zu. ...” Tsp 30.7.12 S. 8
*“Experten warnen vor ‘Whatsapp’! / Spione können Handy-Nachrichten mitlesen
Experten warnen vor einer Sicherheitslücke im beliebten Handy-Nachrichten-Programm ‘Whatsapp Messenger’! Nachrichten, die in einem Drahtlos-Netzwerk (WLAN) gesendet werden, lassen sich per Spionage-App auf einem Android-Handy abfangen und lesen. Das berichtet Computer Bild...” Bild 30.7.12 S. 1
*LÄNDER
“Bitte schreddern / Ein linker Lehrer verlangt, das seine Akte beim Verfassungsschutz vernichtet wird
...Die Richter [des baden-württembergischen Verfassungsgerichtshofs] zeigten sich sehr verwundert darüber, dass die Behörden etwas dokumentiert hatten, das ‘ersichtlich ebenso vom Grundgesetz gedeckt ist wie die freie Meinungsäußerung’. ...Csaszkóczy verlangt vollständige Auskunft darüber, welche Informationen das Landesamt in Stuttgart und das Bundesamt für Verfassungsschutz in Köln über ihn angelegt haben. Anschließend sollen die Akten vernichtet werden. ...” SZ 30.7.12 S. 7
*Baden-Württemberg
“Down-Syndrom / Umstrittener Bluttest kommt erst später
...Der Start werde von Juli in den August verlegt, teilte der Konstanzer Hersteller LifeCodexx am Samstag mit. Die Freigabe habe sich verzögert, da das Unternehmen nachträglich Fragen erhalten habe, die das Medizinprodukterecht betreffen. ...[dpa]” taz 30.7.12 S. 5
*Berlin
“Fragen kostet nichts – aber Antworten ist teuer / Der Piratenchef wollte Merkwürdiges zum Flughafen wissen. Seine Anfrage ist eine von tausenden, die den Senat beschäftigen
...Pirat Christopher Lauer mag auf Nachfrage nicht erklären, was ihn zu seiner Fünffach-Frage nach dem versinkenden Flughafen bewogen hat: ‘Ich wolle das einfach wissen’, sagt er nur. Mit der Zusatzfrage habe er ‘deutlich machen wollen, dass die Beantwortung Kleiner Anfragen auch Geld kostet’. Geld, dass der Senat sich aus Lauers Sicht sparen könne, wenn er die Informationen über das Internet gleich allgemein zugänglich machen würde.” BZ 30.7.12 S. 13


