Presseübersicht

Ausgabe vom 14. August 2012
14.08.2012INTERNATIONAL
Hacker bei Battle.net
Battle.net, der größte Server der Welt für Onlinespiele, wurde von Hackern geknackt. Auf der Plattform laufen Online-Rollenspiele wie World of Warcraft, Diablo und Starcraft. Bankdaten sollen nicht betroffen sein, dennoch rät Betreiber Blizzard allen Spielern, ihre Passwörter zu ändern.” BZ 14.8.12 S. 33
*“Geschwätz im Netz / Nutzer werden leichtsinnig, wenn Daten sicher erscheinen
...Hatten die Probanden wenigstens einen winzigen Einfluss darauf, wie mit den Daten umgegangen wurde, verrieten sie besonders viele Details. ...Im Falle der Datensicherheit im Internet resümieren die Autoren: Die Mehrzahl der Nutzer etwa von Netzwerken wie Facebook wünsche sich Kontrolle über ihre persönlichen Daten. Nur sei das eben nicht immer die beste Möglichkeit, um die Privatsphäre zu schützen.” SZ 14.8.12 S. 14
*“Päpstlicher Kammerdiener vor Gericht / Der Vatikan macht dem entlassenen Paolo Gabriele den Prozess – in einem öffentlichen Verfahren. Er soll Geheimnisse verraten und einen Scheck über 100 000 Euro gestohlen haben
...Der 46-Jährige soll vertrauliche Dokumente und E-Mails aus dem päpstlichen Sekretariat entwendet, kopiert und an einen Journalisten weitergereicht haben. Ermittlungsrichter und Ankläger des Vatikanstaats seien zu dem Schluss gekommen, dass Beweise und das Geständnis Gabrieles ausreichten, um Anklage zu erheben, teilte Vatikansprecher Federico Lombardi am Montag mit. ...” SZ 14.8.12 S. 1
*DEUTSCHLAND
“Abmahnwelle rollt auch auf private Nutzer zu / Anwälte kritisieren BGH-Urteil zur Offenlegung von Daten bei Urheberrechtsverstößen
Illegale Downloads im Internet sind keine Bagatellen, findet der Bundesgerichtshof. Deshalb müssen künftig Internet-Provider wie die Deutsche Telekom alle Namen und Adressen von Nutzern herausgeben, die unbefugt Musikstücke auf Online-Tauschbörsen stellen – egal, ob diese damit Geld verdienen oder nicht. ...” FAZ 14.8.12 S. 10
*“Peter Müller statt Brad Pitt / Die elektronische Gesundheitskarte trifft wider Erwarten kaum auf Widerstand
...Datenschützer befürchten dagegen, dass die elektronische Gesundheitskarte unsicher sein könnte. Die Versicherten könnten die Einführung der neuen Karte leicht torpedieren, indem sie den Krankenkassen keine Fotos von sich zur Verfügung stellen – ohne dafür rechtlich belangt werden zu können. Von diesem Mittel machen sie laut Umfrage aber kaum Gebrauch. ...” BerlZtg 14.8.12 S. 10
“Pragmatisch und gesund per Karte [von Daniel Baumann]
...Zwar sehen auch große Teile der Bevölkerung die Sicherheit ihrer Patientendaten skeptisch. ...Doch die Versicherten scheinen das pragmatisch zu sehen: In Zeiten, in denen sie ihre Bankkonten online verwalten, ja ihr halbes Leben im Internet führen, wollen sie auch ein modernes Gesundheitswesen, in dem alle Beteiligten eng kooperieren. Dieser Trumpf sticht.” BerlZtg 14.8.12 S. 4
*”’Netzsicherheit ist eine nationale Standortfrage’ / Im Gespräch: Wolfgang Ischinger und René Obermann / Erstmals beraten Manager und Politik im September auf einer Netz-Sicherheitskonferenz über Cyberkriminalität. Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, und der Telekom-Vorstandsvorsitzende über die neue Bedrohung.
...Der Feind ist unberechenbar und unsichtbar, und so mangelt es nicht an Horrorszenarien. Zumindest die Beratungs- und Informationstechnologie-Branche – auch die Telekom – profitiert sehr davon. Ist aber bisher – mit Ausnahme regelmäßiger Kreditkartendiebstähle – überhaupt etwas Nennenswertes passiert? Die Wirtschaftsspionage ist ein sehr ernstes Thema. Betriebsgeheimnisse und schutzwürdige Informationen werden angegriffen. Die Dimension der Schäden ist weniger greifbar als beim Geld- oder Materialdiebstahl, dürfte aber gigantisch sein. ...” FAZ 14.8.12 S. 15
*LÄNDER
Bayern
“Organspende: Bayern führt Sechs-Augen-Prinzip ein
Als Konsequenz aus dem Organspende-Skandal verschärfen Bayerns Transplantationszentren die interne Kontrolle bei Organspenden. ...Das bedeutet, dass drei Mediziner verschiedener Fachrichtungen sich das anschauen und unterschreiben müssen – zum Beispiel ein Chirurg, ein Internist und ein Labormediziner’, sagte Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) am Montag nach einem Gespräch mit den Leitungen der Zentren. [dpa]” BerlZtg 14.8.12 S. 6
*Nordrhein-Westfalen
“NRW-Finanzminister will weitere Schweizer Steuerdaten-CDs kaufen
...Trotz der anhaltenden Kritik an dem jüngsten Datenkauf durch NRW-Behörden will Walter Borjans den Erwerb gestohlener Bankdaten weiterhin unterstützen. ‘Wenn ich gute Argumente und Indizien dafür habe, dass uns hilfreiches Material angeboten wird, werde ich weitere Datenkäufe nicht verhindern.’ [dpa/AFP]” Tsp 14.8.12 S. 4
*Berlin
“Gericht bestätigt Dienstverbot für Beamten
Besteht bei Beamten der Verdacht, dass sie ein Programm zur Ausspähung von Passwörtern im Computernetzwerk ihrer Dienststelle installiert haben, kann gegen sie ein Amtsausübungsverbot verhängt werden. Das entschied das Verwaltungsgericht in einem am Montag veröffentlichten Beschluss. ...[dapd]” BerlZtg 14.8.12 S. 15


