Presseübersicht

Ausgabe vom 13. Mai 2013
13.05.2013INTERNATIONAL / EUROPA
“Schnüffelaffäre um Datenanbieter Bloomberg / Journalisten des Dienstes hatten Zugang zu vertraulichen Kundendaten / Beschwerde von Goldman Sachs
...Das für seine in der Finanzbranche weitverbreiteten Datenterminals bekannte Unternehmen räumte ein, dass Journalisten der Nachrichtenagentur Bloomberg News jahrelang begrenzten Zugriff auf vertrauliche Kundendaten hatten. Unter anderem prüfen die amerikanische Notenbank Fed und das Finanzministerium, ob dadurch vertrauliche Informationen öffentlich wurden. ...” FAZ 13.5.13 S. 23
*”’Sehr verdächtige’ Person / Bestohlene Firma erstattet Anzeige wegen verschwundener Daten
In Sachen Offshore-Leaks deutet sich eine neue Entwicklung an: Portcullis Trustnet, eine der beiden Firmen, aus deren internen Beständen die Daten stammen, hat wegen ‘Datendiebstahls’ Anzeige gegen eine Person erstattet, die ‘sehr verdächtig’ sei, wie das Unternehmen mitteilt. Inzwischen hat die Royal Virgin Islands Police Force, die Polizei der Britischen Jungferninseln (BfI), nach Angaben von Portcullis Ermittlungen aufgenommen. ...” SZ 13.5.13 S. 21
*EUROPA
“G7: Gemeinsam gegen Steuerbetrüger / Schweizer Finanzministerin zum Datenaustausch bereit
...Weithin Übereinstimmung gab es in der G7-Gruppe, beim Kampf gegen Steuerflucht und Steuerhinterziehung stärker zusammenzuarbeiten. ...Die Schweiz ist nach den Worten von Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf bereit, Bankkundendaten mit ausländischen Steuerbehörden auszutauschen. ...” BerlZtg 13.5.13 S. 10
*”’In Liechtenstein gibt es keine anonymen Stiftungen’ / Der Regierungschef von Liechtenstein fordert einen internationalen Standard beim Austausch von Steuerdaten
...Wäre das Fürstentum denn bereit, Stiftungen in den Informationsaustausch mit einzubeziehen? ...Auf Anfrage ist es problemlos möglich, über die wirtschaftlichen Eigentümer Auskunft zu geben. ...Es gibt in Liechtenstein keine anonymen Stiftungen. ...” HB 13.5.13 S. 8-9
*“Fuentes will Kundenliste anbieten
Der verurteilte Doping-Arzt Eufemiano Fuentes will nun offenbar Kapital aus seiner Vergangenheit schlagen. Nach einem Bericht der britischen Tageszeitung The Guardian plant der Spanier, die Liste seiner Kunden an Medien zu verkaufen. ...[dpa]” FAZ 13.5.13 S. 14
*“Der Spion, der mich verkaufte / Online-Werber wollen ihr Publikum nicht dem Zufall überlassen. Dazu nehmen sie die Dienste von Unternehmen wie Nugg.ad in Anspruch. Die senden kleine Minispione auf Computer – alles ganz legal natürlich.
...’Durch den Einsatz von datenschutzfreundlichen Technologien und eine aufwendige Anonymisierung haben wir keine Möglichkeit, konkret zu erfahren, wer der Nutzer ist, der sich gerade die Internetseite ansieht’, heißt es. ...Die geplante Datenschutzverordnung der Europäischen Union könnte im ungünstigsten Fall sein Geschäftsmodell zu Fall bringen, – und zwar dann, wenn Nutzer ausdrücklich ihre Erlaubnis zur Verwendung von Cookies geben müssten. ...” FAZ 13.5.13 S. 22
*DEUTSCHLAND
“Cyber-Räuber auch in Deutschland aktiv
Cyber-Bankräuber haben auch in Deutschland große Beute gemacht: Laut Düsseldorfer Staatsanwaltschaft wurden im Februar in sieben Städten 1,85 Millionen Euro mit manipulierten Kreditkarten abgehoben. ...Die Täter verschafften sich Zugang zu Computersystemen von Banken und manipulierten Bankkarten. ...” ND 13.5.13 S. 9
*“Jugendliche werden online gemobbt
Jeder fünfte Jugendliche in Deutschland ist laut einer Umfrage Opfer von Mobbing über das Internet. Das ist laut einem Bericht des Focus ein Ergebnis der bislang größten bundesweiten Cybermobbing-Studie, für die mehr als 10 000 Schüler, Lehrer und Eltern befragt wurden. ...” ND 13.5.13 S. 5
*“Übertragung aus dem Gerichtssaal / Verfassungsrichter Müller fordert Gesetzesnovelle
Kurz vor der Fortsetzung des NSU-Prozesses am Dienstag in München hat Bundesverfassungsrichter Peter Müller die Debatte um Videoübertragungen aus deutschen Gerichtssälen wieder angefacht. Müller hat sich für eine gesetzliche Regelung ausgesprochen, die eine Übertragung erlaubt. ...” FAZ 13.5.13 S. 1
*“Piraten lehnen Abstimmungen im Internet ab
...Heftig gestritten wurde erneut über die Ständige Mitgliederversammlung (SMV) im Netz, also darüber, ob man künftig online verbindlich über Sachfragen abstimmen will. Befürworter hatten dies als unabdingbar für den selbsterklärten Anspruch der Piraten gesehen, die Demokratie digital zu erneuern, Gegner fürchteten um den Datenschutz und das Recht auf Anonymität. Am Ende entschied sich die Versammlung gegen die SMV. ...” [AFP]” Tsp 13.5.13 S. 1


