Informationen und Hinweise zum Hackerangriff auf Berlin
Zwischen dem 7. und 12. August 2026 kam es zu einem Cyberangriff auf Netze der Berliner Verwaltung, bei dem in erheblichem Umfang Daten kopiert und nun öffentlich gemacht wurden. Der Vorfall betrifft Bereiche der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt. Aufgrund des Umfangs der abgeflossenen Daten konnte der Inhalt bislang nicht vollständig gesichtet werden. Dabei sind auch personenbezogene Daten von Beschäftigten der öffentlichen Verwaltung und möglicherweise auch Daten von Bürger:innen veröffentlicht worden.
Diese Seite bleibt online, solange ein Informationsbedarf besteht, und wird laufend um Informationen oder weitere FAQ aktualisiert. Bitte beachten Sie den aktuellen Stand: 04. Sep. 2026.
Tipps zu Verhaltensweisen
Was kann ich tun, wenn ich möglicherweise betroffen bin?
- Passwörter ändern (vor allem bei Verwaltungs-/Online-Diensten)
- Konto- und Kreditkartenbewegungen prüfen
- Wachsam gegenüber Phishing (Fischen nach Passwörtern oder anderen persönlichen Informationen z.B. durch Betrugs-E-Mails) sein
- Keine Links aus ungewöhnlichen Nachrichten, Nachrichten mit bisher unbekanntem Absender, Nachrichten mit ungewöhnlich zusammengesetzten Mail Adressen öffnen (z.B. Bank@34ölkj.de)
- Keine Zahlungen an Erpresser leisten (Kontaktaufnahme mit Polizei)
- Verdächtige Vorfälle dokumentieren
- Bei Missbrauch von z.B. EC-/Kreditkarten, Handynummern: Sperr-Notruf 116 116 / Anzeige
Zu kontaktierende Stellen bei konkreten Anliegen
| Bei Kontaktaufnahme durch Täter, Drohungen, gesicherte Erkenntnis, dass persönliche Daten im Darknet veröffentlicht wurden | Polizei Berlin (https://www.internetwache-polizei-berlin.de/; oder örtliche Polizeidienststelle) |
| Zur Sperrung von Karten/Ausweisfunktion | Sperr-Notruf 116 116 |
| Für Betroffenenrechte/Auskünfte (Bin ich betroffen?) | Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt |
| Für eine Beschwerde bei Nichtauskunft oder sonstiger DSGVO-Verstoß | Online-Meldeformular der Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit |
Allgemeine Fragen und Antworten
Im Folgenden finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen und Hinweise, wie Sie sich in bestimmten Situationen verhalten können.
Die veröffentlichten Daten betreffen offenbar Bereiche der Senatsverwaltungen (Stadtentwicklung /Verkehr). Das genaue Ausmaß der abgeflossenen Daten wird noch untersucht; eine individuelle Betroffenheit kann aktuell nicht abschließend bestätigt werden. Sie werden im Fortgang der Analysen von der betreffenden Senatsverwaltung kontaktiert. Dies kann unter Umständen noch einige Zeit dauern.
Möglicherweise Stammdaten (Name, Anschrift, Geburtsdatum) und Daten/Inhalte aus dem Schriftverkehr, den Sie mit den betroffenen Senatsverwaltungen hatten. Abhängig von Ihrem Kontakt mit den betroffenen Senatsverwaltungen können das auch Bankdaten, Mailadressen, Telefonnummern oder Kopien, die Sie einreichen mussten, sein.
Nein. Der Abfluss von Daten bedeutet nicht automatisch, dass alle Daten auch veröffentlicht oder missbraucht wurden. Gleichwohl haben die Hacker mitgeteilt, dass alle erbeuteten Daten veröffentlicht wurden. Ob und welche Daten betroffen sind, wird derzeit untersucht. Die verantwortlichen Stellen haben mitgeteilt, zu informieren, sobald gesicherte Erkenntnisse vorliegen.
Prüfen Sie regelmäßig ihre Konto-/Kreditkartenabrechnungen, seien Sie wachsam gegenüber Phishing (Hinweise vom BSI hier und hier klicken), öffnen Sie keine verdächtigen Links, Prüfen Sie jede Zahlungsaufforderung hinsichtlich ihrer Grundlage; Hinterfragen Sie, wenn Sie zur Abgabe von Daten über Telefon oder E-Mail gefragt werden, ohne dass sie den Absender verifizieren können.
Wenn Sie den Verdacht haben, dass bei einer Kontaktaufnahme etwas nicht stimmt, beenden Sie den Kontakt und nehmen selbst auf einem verlässlichen Weg Kontakt zu der jeweiligen Stelle auf, um sich zu versichern.
Offizielle Informationen erhalten Sie ausschließlich über die bekannten Webseiten und Kanäle des Senats und der BlnBDI. Die Verwaltung wird Sie niemals per formloser E-Mail, SMS oder Telefon zur Zahlung von Geld, zur Herausgabe von Passwörtern oder zum Anklicken von Links auffordern. Im Zweifel: Reagieren Sie nicht und prüfen die Echtheit über die offiziellen Kontaktwege.
Als Faustregel: Bei Drohungen, Erpressung oder Betrug → Polizei. Bei Fragen zu konkreten Vorgängen → zuständige Senatsverwaltung. Bei Fragen zum Datenschutz und zu Ihren Rechten → BlnBDI.
Phishing sind gefälschte Nachrichten (meistens per Mail, aber auch Telefonanrufe, SMS oder Briefe), die vertrauenswürdig wirken (z. B. „Senatsverwaltung", „Bürgeramt"), um an Ihre Daten zu gelangen. Warnzeichen: Dringlichkeit/Drohungen, Rechtschreibfehler, fremde Absenderadressen, ungewöhnlich zusammengesetzte Absender E-Mail Adressen, Aufforderung zur Eingabe von Daten über einen Link. Öffnen Sie bei Verdacht keine Mail-Anhänge und geben Sie keine Daten ein.
Nicht reagieren, keine Zahlungen leisten, Vorfall der Polizei melden, Nachricht dokumentieren (Screenshot erstellen, Absender/Namen notieren).
Bei Anhaltspunkten für Identitätsmissbrauch: Sperr-Notruf 116 116 nutzen und ggf. Anzeige erstatten.
Ja. Aktivieren Sie – wo möglich – die Zwei-Faktor-Authentisierung, insbesondere bei E-Mail-Konten, Online-Banking und Behörden-Diensten. So bleibt Ihr Zugang auch dann geschützt, wenn ein Passwort bekannt wird.
Ändern Sie das Passwort umgehend bei allen betroffenen Diensten und vergeben Sie für jeden Dienst ein eigenes, starkes Passwort (Hinweis hier klicken). Ein Passwort-Manager kann dabei helfen.
Sie können kostenlose Prüfdienste nutzen (z. B. den „HPI Identity Leak Checker" des Hasso-Plattner-Instituts), um zu prüfen, ob Ihre E-Mail-Adresse in bekannten Datenlecks auftaucht.
Richten Sie einen formlosen Antrag an die verantwortliche Senatsverwaltung. Sie können erfragen, ob und welche Daten zu Ihrer Person verarbeitet werden. Die Stelle muss grundsätzlich innerhalb eines Monats antworten.
Diese Frist kann aber verlängert werden, wenn dies unter Berücksichtigung der Komplexität und der Anzahl von Anträgen erforderlich ist.
Trennen Sie das Gerät ggf. vom Internet, ändern Sie umgehend Ihre Passwörter (von einem anderen, sicheren Gerät aus), prüfen Sie Ihre Konten und lassen Sie das Gerät auf Schadsoftware prüfen. Bei finanziellem Schaden: Bank informieren und Anzeige erstatten.
Zahlen Sie nicht. Prüfen Sie die Forderung kritisch, kontaktieren Sie den angeblichen Absender über offizielle Wege und dokumentieren Sie die Aufforderung. Bei Betrugsverdacht: Anzeige erstatten.
Die genannten Schutzmaßnahmen gelten auch hier. Unterstützen Sie insbesondere ältere oder weniger technikaffine Angehörige beim Ändern von Passwörtern und beim Erkennen von Phishing.
Sie haben das Recht auf Auskunft (Art. 15 DSGVO) gegenüber den verantwortlichen Stellen. Sie haben das Recht auf Benachrichtigung bei Datenschutzvorfällen mit hohem Risiko für Sie (Art. 34 DSGVO) durch die betroffene Stelle. Sie haben ein Beschwerderecht bei der BlnBDI, wenn Ihnen konkrete Anhaltspunkte vorliegen, nach denen Ihre Daten durch die verantwortliche Stelle nicht DSGVO-konform verarbeitet werden oder Ihre Auskunfts-/Informationsrechte nicht erfüllt werden.